Die Apple Fans sind in zwei ganz unterschiedliche Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe trägt eine Apple Watch und ist stolz darauf. Die andere Gruppe trägt keine Apple Watch und kann nicht verstehen, dass es eine Gruppe gibt, die die Smartwatch trägt. Mit der neuen, alten Apple Watch hat der Konzern beide Gruppen im Visier. Nach vielen Jahren hat sich Apple entschlossen, das Design der Armbanduhr zu ändern, zudem erhält sie einen neuen Prozessor. Macht das die Apple Watch tatsächlich besser und lassen sich damit beide Gruppen überzeugen?

Ein wenig Veränderung

Zum ersten Mal hat Apple das Aussehen seiner Uhr verändert, die Veränderung ist aber nur minimal. Wer die bisherigen Modelle nicht kennt, der wird kaum einen Unterschied zum neuen Modell feststellen. Die Ecken der Uhr hat Apple ein bisschen abgerundet, trotzdem hat sie immer noch etwas von einer Computer-Uhr. Das Display hat Apple größer gemacht, was sinnvoll ist, damit die Schrift und die Buttons größer auf dem Touchscreen erscheinen. Der Touchscreen der neuen Modelle ist zwar etwas größer, trotzdem bleibt er überschaubar. Fotos lassen sich besser betrachten, bei einer Textzeile sieht das etwas anders aus, hier müssen die Besitzer schon genau hinsehen. Einfacher ist jetzt auch das Scrollen. Um nach unten oder oben zu scrollen, muss der Besitzer lediglich an der Krone drehen, die sich auf der rechten Seite der Uhr befindet. Das ist eine ausgezeichnete Lösung, denn so versteckt der Finger keine wichtige Information auf dem Display. Ein Feedback hat auch die Krone bekommen, jetzt sind leichte Vibrationen beim Scrollen einer Liste spürbar. Das ist nicht weiter schlimm, sagen zumindest die Apple Fans.

Der neue Prozessor

Den Uhren der Watch Series 4 haben die Macher von Apple einen neuen Prozessor gegönnt, der doppelt so schnell wie der Vorgänger ist und deshalb viel schneller reagiert. Das ist äußerst praktisch, wenn es beispielsweise um das Öffnen der Anwendungen geht. Bei den früheren Modellen musste der Besitzer der Smartwatch Geduld mitbringen. Was die Laufzeit der Batterie betrifft, hat sich jedoch nichts geändert, sie hält immer noch maximal 18 Stunden. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede, denn die Laufzeit richtet sich nach dem, was der Besitzer mit der Uhr anstellt. So ist es unter anderem für Marathonläufer wichtig, dass sie innerhalb von sechs Stunden im Ziel sind, denn länger hält das Tracking leider nicht durch. Alle, die auf Nummer sicher gehen möchten, sollten die Uhr immer über Nacht aufladen. Neu ist ebenfalls das Zifferblatt, auf dem es jetzt noch mehr Infos gibt. Die Besitzer der Uhr haben die Wahl, ob sie das Zifferblatt „Fire an Water“, „Vapor“ oder „Liquid Metal“ haben möchten.

Es geht noch lauter

Eine weitere Verbesserung ist beim Lautsprecher zu verzeichnen, denn der ist bei den neuen Modellen um 50 Prozent lauter. Besonders deutlich wird das beim digitalen Sprachassistenten Siri. Stellt der Besitzer eine Frage, ist die Antwort von Siri laut und deutlich zu verstehen. Was vielleicht ein wenig stört: Apple hat den Sprachassistenten zwar lauter, aber leider nicht klüger gemacht. Von Vorteil ist die bessere Lautstärke auch beim Telefonieren, was mit der Apple Watch per WLAN oder per Mobilfunk möglich ist. Wer in einer lauten Umgebung telefonieren möchte, der kann nicht viel verstehen. Ist es in der Umgebung jedoch ruhig, funktioniert es ausgezeichnet. Vielfach entsteht geradezu der Eindruck, dass das Gespräch von einem normalen Festnetztelefon aus geführt wird.

Die Uhr mit EKG

Selbst wenn viele jetzt vielleicht mit dem Kopf schütteln, aber Apple hat es getan und in die neue Watch tatsächlich ein EKG eingebaut. Dieses EKG ist in der Lage, die elektrische Aktivität des Herzens zu messen. Alles, was der Besitzer tun muss, ist die entsprechende App zu öffnen. Anschließend legt der Besitzer einen Finger für 30 Sekunden auf die Krone, womit sich die Indikatoren für ein Vorhofflimmern erkennen lassen. Das ersetzt jedoch keinen Besuch bei einem Arzt, aber die Informationen sind für den Arzt auf jeden Fall hilfreich. Wie gut und zuverlässig die Funktion des EKG ist, muss sich allerdings erst zeigen, denn das Update der Software gibt es erst ab Herbst. Leider ist das momentan einzig und allein in den USA der Fall, da es dort bereits eine Freigabe durch die Arzneimittelbehörde gibt. Apple arbeitet nach eigenen Angaben jedoch schon an einer Freigabe in Europa. Bis es so weit ist, müssen die Besitzer warten und sich fragen, ob sich die mindestens 429,- Euro, die die Uhr kostet, wirklich gelohnt haben. Falls noch der Mobilfunkempfang dazu kommt, kostet die Apple Watch noch einmal 100,- Euro mehr. Die Preise orientieren sich aber auch nach dem Armband und dem jeweiligen Händler.

Ein neuer Sensor mit Tücken

Apple hat außerdem einen neuen Beschleunigungs- und Gyrosensor eingebaut, um damit die sogenannte Sturzerkennung zu verbessern. Leider ist das nicht ganz so gut gelungen. Eigentlich soll die Smartwatch, wenn ihr Träger zu Boden stürzt, diesen Sturz bemerken und selbstständig eine Notfallnummer wählen, falls sich der Träger der Uhr nach einer Minute nicht bewegt. Zu dieser Funktion gab es einige Versuche, aber es hat nicht wie gewünscht geklappt. Vielleicht lag es auch daran, dass es sich um künstliche Stürze gehandelt hat. Deshalb könnte man zu dem Schluss kommen, dass die Uhr intelligenter ist als angenommen. Da das mit Sicherheit nicht der Fall ist, sollte Apple an diesem Problem noch ein bisschen arbeiten.

Fazit

Kann die Uhr überzeugen? Können alle die Veränderungen und Neuerungen die beiden Gruppen der Apple Fans wirklich dazu bewegen, die Uhr zu kaufen? Was vielen vielleicht nicht gefällt, ist die Tatsache, dass die Uhr nach wie vor besonders technisch aussieht. Dazu kommt, dass das Display der Uhr am Handgelenk die größte Zeit des Tages schwarz bleibt, was nicht jedem gefällt. Ein Minus ist weiterhin das Fehlen von wichtigen Apps, wie beispielsweise die App des Musik-StreamingDienstes Spotify. Auch Siri bleibt nach wie vor weit hinter dem zurück, was diese Funktion eigentlich kann. Außerdem muss sich erst noch zeigen, ob sich das EKG auf der Uhr wirklich bewährt. Trotzdem bezeichnen Experten die neue alte Apple Watch als ausgereift und das beste Modell, was Apple bisher auf den Markt gebracht hat.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / ifeelstock

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