Seckbach hat den schönsten Blick auf Frankfurt

Seckbach hat den schönsten Blick auf Frankfurt

Seckbach hat etwas, um das die anderen Stadtteile Frankfurts den Ort beneiden: den Lohrberg. Wer auf den Lohrberg steigt, der hat einen grandiosen Blick auf die imposante Skyline von Frankfurt. In Seckbach ist auch der höchste Punkt der Metropole am Main, die stolze 212 Meter hohe Berger Warte zu finden. Das ist aber nicht alles, was Seckbach zu bieten hat, denn der Stadtteil ist eine bunte Mischung aus alt und neu, modern und historisch.

Seckbach in Zahlen

Seckbach liegt ganz im Osten von Frankfurt, nur fünf Kilometer von der Frankfurter Innenstadt entfernt.

Einwohner: 10.800
Fläche:8,0 Quadratkilometer
Stadtteil seit:1900
Gehört zum Ortsteil:Ost

Seckbach und seine spannende Geschichte

Über 1200 Jahre ist Seckbach schon alt und war immer ein Ort, der Begehrlichkeiten der Nachbarn geweckt hat. Gleich zwei Städte, nämlich Hanau und Frankfurt wollten den Ort für sich gewinnen, am Ende machte Frankfurt das Rennen. Seckbach wird als „Seckibah“ zum ersten Mal im Jahre 881 offiziell erwähnt. Im 12. Jahrhundert schlossen sich 19 Dörfer, die alle rund um Frankfurt liegen, zur sogenannten Grafschaft Bornheimer Berg zusammen. Herr über die Grafschaft war Ludwig der Bayer, der die Dörfer an Ulrich II. von Hanau verpfändete, als er 1320 etwas knapp bei Kasse war. Als es zum Krieg kam, suchten die Bewohner von Seckbach aber lieber in Frankfurt als in Hanau Schutz. Frankfurt besaß einen Teil von Seckbach und bestimmte unter anderem, wer im Dorf Schultheiß wird. Später fiel Seckbach allerdings komplett an Hanau und kam erst 1886 zum Landkreis Frankfurt. 14 Jahre später folgte dann die Eingemeindung und seitdem kann Frankfurt von Seckbach in vielerlei Hinsicht profitieren.

Das Seckbacher Wachstum

Frankfurt und Seckbach – das ist eine Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren. Als die kleine Gemeinde zur großen Stadt kam, konnte Seckbach seine Infrastruktur ausbauen und schon 1905 fuhr die erste Straßenbahn zwischen Frankfurt und Seckbach. In den folgenden Jahren begann die Industrialisierung des kleinen unscheinbaren Ortes und die Bevölkerungszahlen schossen in rasantem Tempo in die Höhe. Von 3000 stieg die Zahl rasch auf 10.000 Einwohner, vor allem, als nacheinander mehrere Siedlungen gebaut wurden. 1932 entstand die Siedlung Festeburg, 1950 kam dann die Siedlung Zentragrafen und in den 1970er Jahren dann die Atzelbergsiedlung. Heute ist im Westen von Seckbach nur ein eher kleines bebautes Gebiet und eine schöne Parklandschaft zu finden. In der Mitte des Ortes liegen die dicht besiedelten Wohngebiete und das Kleingewerbe, im Südosten dann die großen Gewerbegebiete und die Industrie.

Wo Frankfurt am höchsten ist

Selbst wenn der Name Berger Warte es eigentlich vermuten lässt, der höchste Punkt Frankfurts steht nicht in Bergen-Enkheim, sondern in Seckbach. Ursprünglich bestand die sogenannte „Geierswarte“ aus Holz, in alten Chroniken wird sie 1320 zum ersten Mal erwähnt. Wagen, die mit Fracht nach Frankfurt fuhren, brauchten Begleitschutz und der wechselte immer an der Warte. Im 16. Jahrhundert und nachdem der Turm mehrfach das Opfer von Plünderungen wurde, entstand eine Warte aus Stein, die bis heute steht. Ein weiterer „Höhepunkt“ ist der Lohrberg, der 185 Meter hohe Frankfurter Hausberg. Von diesem Standort aus ist der Blick auf Frankfurt fantastisch und vor allem unverbaut. Die Seckbacher lieben ihren Lohrberg, denn dort gibt es Grillplätze, Kleingärten, ein Ausflugslokal, ein kleines Wasserbecken für die Kinder und auch der letzte noch verbliebene Frankfurter Weinberg ist dort zu finden. Etwas Besonderes ist das „MainÄppelHaus“, ein zwei Hektar großes Areal mit 400 Bäumen. Wenn die Bäume des ehemaligen Versuchs- und Beratungsgartens blühen, dann ist das den Seckbachern ein Fest wert.

Fachwerkromantik in Seckbach

Ein Bummel durch Seckbach ist wie ein Besuch in einem Freilichtmuseum. Im alten Ortskern sind liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser zu finden, die Besucher bummeln durch kleine verwinkelte Gassen und es gibt alte bäuerliche Hofreiten, in denen sich heute gemütliche Lokale befinden. Als eines der schönsten Fachwerkhäuser im Rhein-Main-Gebiet gilt das frühere Rathaus von Seckbach. Das Haus mit dem markanten Erker entstand im Stil der bäuerlichen Spätrenaissance, verlor jedoch seine eigentliche Funktion, als Seckbach 1900 zu Frankfurt kam. In den folgenden Jahrzehnten wurde das alte Rathaus ganz unterschiedlich genutzt, bevor es 1993 eine gründliche Sanierung bekam. Fast vier Millionen Mark hat sich Frankfurt die Generalüberholung kosten lassen. Heute dient das Rathaus als beliebter Treffpunkt der Seckbacher Bürger.

Ein sehenswerter Friedhof

Alle, die sich für die Vergangenheit von Seckbach interessieren, sollten den historischen Friedhof des Ortes besuchen. Der Friedhof liegt oberhalb der Wilhelmshöher Straße und bei einer Sanierung kamen einige sehr alte Gräber zum Vorschein. Diese sind heute durch Glasplatten zu besichtigen. Der alte Friedhof hat aber auch außergewöhnliche Grabsteine und es gibt eine botanische Besonderheit: In der Parklandschaft, die den Friedhof umgibt, ist unter den alten Bäumen das sehr seltene Wolfskraut oder Osterluzei zu finden. Die Kirche, zu der der Friedhof gehört, ist die sehenswerte Marienkirche. Sie entstand im Jahre 1710 im Stil des Barock.

Das Seckbacher Ried

Sieben Hektar umfasst das Seckbacher Ried, ein Feuchtgebiet mit einem Auenwald, das auf dem verlandeten Arm des Mains zu finden ist. Das Gebiet steht unter Naturschutz, aber es gibt schöne Spazierwege durch das Ried. Um der Natur Möglichkeiten zur freien Entfaltung zu geben, wurde schon in den 1940er Jahren auf dem Areal keine Wiese mehr gemäht. Um die Böden des Rieds nicht zu zerstören, ließ die Stadt Frankfurt dort zwischen 1997 und 2008 zierliche Zebu-Rinder aus dem Kaukasus weiden. Im Naturschutzgebiet sind außerdem Bussarde, Spechte, Buchfinken und viele andere Tiere zu Hause. Wunderschön ist der Wald aus Silberweiden und auch sehr alte Kopfweiden sind im Ried zu finden. Der Kammmolch fühlt sich dort wohl, ebenso der Juchtenkäfer und die Bauchige Windelschnecke.

Seckbach ist ein Stadtteil voller Kontraste. Alte schöne Fachwerkhäuser sind die eine Seite des Ortes, die Plattenbauten der Siedlungen die andere Seite. Die ruhige Natur und die Industrieanlagen im Süden von Seckbach sind ein weiterer Kontrast, der den Ort so spannend macht. Mit der „Batschkapp“ hat Seckbach einen der angesagtesten Klubs in Frankfurt. Heimisch ist der Klub mit Konzerthalle in Seckbach seit 2013. Seitdem gibt es dort nicht nur flotte Musik, sondern auch Lesungen, Unplugged-Konzerte mit bekannten und weniger bekannten Künstlern sowie Comedy, die bei den Besuchern immer besonders gut ankommt.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / Lesniewski

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Autor(in) Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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