Zeil

Zeil

Was auch immer Kunden suchen, sie werden es auf Frankfurts beliebtester Einkaufsmeile, der Zeil, finden. Hier befinden sich nicht nur die bekanntesten Warenhausketten, sondern auch eine Vielzahl von Fachgeschäften mit einem umfangreichen Warenangebot. Kein Wunder also, dass die Zeil eine der umsatzstärksten Straßen Europas und die meistfrequentierte Einkaufmeile in Deutschland ist.


Direkt an der Hauptwache befinden sich der traditionsreiche Kaufhof sowie ein Einkaufszentrum, welches ehemals als Zeilgalerie bezeichnet wurde und derzeit im Umbau befindlich ist. Eine besondere Attraktion ist die Galerie auf dem Dach des Kaufhof-Gebäudes. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Blick über die Wolkenkratzer und die ganze Stadt bis zum Taunus.

Nach oder während der Shoppingtour können die Besucher eine Pause in einem der Cafés, Snackbars oder Restaurants einlegen. Bei schönem Wetter können sie auch draußen sitzen, denn die Zeil ist auch eine grüne Fußgängerzone. Und damit die Besucher nicht ständig schwere Einkaufstaschen tragen müssen, gibt es einen besonderen Service: Auf der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache stehen zahlreiche Schließfächer zur Verfügung.

Am Donnerstag und Samstag ist der Bauernmarkt an der Konstablerwache direkt an der Zeil nach einem Einkaufsbummel einen Besuch wert. Hier bieten die Erzeuger ihre eigenen Produkte an, von frischem Gemüse über schmackhaften Käse bis hin zu feinen Weinen. Zudem gibt es typische regionale Spezialitäten wie die Grüne Soße – ein traditionelles Gericht (meist zu Kartoffeln serviert), das aus hartgekochten Eiern und sieben Kräutersorten hergestellt wird.

Meilensteine in der Geschichte der Zeil

Ebenso wie das gesamte Stadtbild veränderte sich auch die Zeil im Laufe der Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte sehr stark. Hier einige Meilensteine in dieser Entwicklung:

  • Verschiedene Umbaumaßnahmen machten im ausgehenden 19. Jahrhundert Platz für die Errichtung der Hauptpost. Mit ihrer wuchtigen Fassade und dem hochaufragenden Kuppeldach dominierte sie bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg den Zeilabschnitt zwischen Hauptwache und Stiftstraße.
  • Zwischen Jahrhundertwende und dem Ersten Weltkrieg schossen die Kaufhäuser in der Zeil wie Pilze aus dem Boden. Der „Grand Bazar“ wurde 1914 in das Kaufhaus Hansa umbenannt.
  • Der Herrenkonfektionär Carsch übernahm Ende der Zwanziger Jahre die Seidenwarenhandlung der Gebrüder Hoff.
  • Das Gebäude des Warenhauses Wronker wurde nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg von der Firma DEFEKA (Deutsches Familienkaufhaus) genutzt.
  • Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in der Innenstadt Frankfurts große Spuren. Sowohl die Hauptwache als auch die Katharinenkirche und die Zeil insgesamt waren in großen Teilen zerstört.
  • Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland nahm auch die Kaufkraft wieder zu. Die Kaufhäuser von Woolworth und Hertie hatten Mitte der Sechziger Jahre ihre Blütezeit auf der Frankfurter Zeil.
  • 1971 ist der Schienenverkehr breiten Straßen gewichen.
  • Zu Beginn der 80er Jahre wurde die gesamte Zeil gepflastert und begrünt. Dank eines ausgeklügelten Bewässerungssystems wuchsen die angepflanzten Plantanen rasch heran und verwandelten die Zeil in eine Allee. Jährlicher Rückschnitt sorgt dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
  • Der Zeilabschnitt zwischen Konstablerwache und Hasengasse wird heute von der Firma Peek & Cloppenburg dominiert
  • Der Herrenausstatter Nobel schloss Ende 1990. An seine Stelle trat der Disney Store, welcher heute jedoch auch nicht mehr präsent ist.

Hauptwache

Die Hauptwache bildet den nördlichen Anschluss der Zeil bzw. markiert den Übergang zur ebenfalls sehr bekannten Freßgass, die dann in nördlicher Richtung weiterführt. Der Name Hauptwache weist auf die ursprüngliche Verwendung des Gebäudes auf dem Platz hin – es diente in Zeiten der Unabhängigkeit Frankfurts als Wachgebäude und beinhaltete auch ein Gefängnis.

Heute gilt die Hauptwache als einer der zentralen Knotenpunkte in Frankfurt am Main. Sie besitzt mehrere Ebenen, u. a. das als B-Ebene bezeichnete Tiefparterre, in der diverse Geschäfte untergebracht sind, und die außerdem zum Bahnhof Hauptwache führt.

Die Hauptwache bietet sich aufgrund ihrer erstklassigen, verkehrsgünstigen Lage als Ausgangspunkt für Shoppingtouren auf der Zeil an.

Konstablerwache

Die Konstablerwache ist ein zentraler Platz im Zentrum von Frankfurt am Main und bildet den südlichen Abschluss der Zeil. Sie ist Teil der Fußgängerzone. Im Tiefparterre befindet sich – ebenso wie an der Hauptwache – ein gleichnamiger Bahnhof.

An der Ecke der heutigen Konstablerwache nahe der Fahrgasse wurde 1544 ein Zeughaus zur Verteidigung Frankfurts errichtet, das lange Zeit das östliche Ende der Zeil darstellte. Im Jahre 1822 baute man das Gebäude zu einer Polizeistation um. Der Name Konstablerwache stammt aus der Zeit, in der das Gebäude als Waffenkammer genutzt wurde; der Begriff Constable wurde in Frankfurt für einen militärischen Rang in der Artillerie verwendet.

Bis 1881 war der heutige Platz eine bedeutende, aber schmale Straßenkreuzung am Ende der breiten Zeilstraße. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Konstablerwache dan zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut, sowohl für Autos als auch für Straßenbahnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Situation abermals. Da viele der Gebäude auf der Zeil durch Luftangriffe zerstört wurden, beschloss man, einige von ihnen nicht wieder aufzubauen, um einen größeren Platz zu errichten. Im Zuge der Umwandlung des Platzes in eine Fußgängerzone wurde das Bodenniveau um knapp 80 Zentimeter angehoben, um Platz für die unterirdische U-Bahn- und S-Bahn-Station zu schaffen. Der Bahnhof Konstablerwache ist heute ein wichtiger Knotenpunkt des Frankfurter U- und S-Bahnnetzes.

Freßgass

Die Freßgass bildet am nördlichen Abschluss der Zeil deren Fortführung und gehört ebenfalls zu den beliebtesten Einkaufsstraßen in Frankfurt. Sie gilt gemeinhin als die „kulinarische Hauptstraße“ Frankfurts. Die Freßgass ist eine breite Fußgängerzone und liegt zwischen der Hochstraße und dem Opernplatz mit der Alten Oper im Westen und der Börsenstraße mit der Frankfurter Wertpapierbörse im Osten.

Freßgass war ursprünglich ein inoffizieller Name für die Straßen Kalbächer Gasse und Große Bockenheimer Straße, die wegen ihrer vielen hochwertigen Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien und Metzgereien die berühmtesten Lebensmitteleinkaufsstraßen des Westend waren.

In den letzten Jahren hat sich die Freßgass zunehmend zu einer Luxus-Einkaufsstraße entwickelt, die in dieser Hinsicht als Erweiterung der Goethestraße dient. Zahlreiche weltbekannte Nobelmarken betreiben hier Zweigstellen. Die Immobilienpreise in der Freßgass und den angrenzenden Straßen sind die höchsten in Frankfurt. Die Freßgass selbst hat nach den beiden Nachbarstraßen Goethestraße und Zeil die dritthöchsten Mieten. Auf der Freßgass finden sich u. a. ein Flagship Apple Store, der französische Luxus-Soundsystem-Anbieter Devialet, ein Tesla-Store, viele hochpreisige Modeboutiquen sowie diverse Fachgeschäfte und Restaurants. Wer die Zeil sowieso besucht, sollte unbedingt auch einen Abstecher in die Freßgass machen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / Hackman

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Autor(in) Markus Wilde

Der Autor arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Web- & Werbetexter und lebt von Geburt an in und um Frankfurt am Main.

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