Kaiserdom St. Bartholomäus

Kaiserdom St. Bartholomäus

Der Frankfurter Dom, offiziell „Kaiserdom St. Bartholomäus“, ist eine römisch-katholische gotische Kirche im Zentrum von Frankfurt am Main. Er ist dem Heiligen Bartholomäus gewidmet.


Der Kaiserdom ist das größte religiöse Gebäude der Stadt und eine ehemalige Stiftskirche. Trotz des Namens war sie nie eine echte Kathedrale (Bischofssitz), sondern wird wegen ihrer Bedeutung als ehemalige Wahl- und Krönungskirche des Heiligen Römischen Reiches Kaiserdom genannt. Als eines der wichtigsten Gebäude der Reichsgeschichte war sie ein Symbol der nationalen Einheit, besonders im 19. Jahrhundert.

Das heutige Kirchengebäude ist die dritte Kirche an gleicher Stelle. Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden bei Ausgrabungen ältere Gebäudeteile freigelegt, die bis ins 7. Jahrhundert zurückreichen Die Geschichte ist eng mit der allgemeinen Geschichte Frankfurts und der Frankfurter Altstadt verbunden, da der Dom als religiöses Pendant zum Königsschloss in Frankfurt eine bedeutende Rolle spielte.

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Wer war St. Bartholomäus?

Bartholomäus war einer der zwölf Apostel Jesu aus dem alten jüdischen Israel. Er wurde mit Nathanael oder Nathanael identifiziert, der im Johannesevangelium als von Philippus eingeführt erscheint, obwohl einige moderne Kommentatoren die Identifikation von Nathanael mit Bartholomäus ablehnen.

Nach dem Synaxarium der koptisch-orthodoxen Kirche von Alexandria wird sein Martyrium am ersten Tag des koptischen Kalenders (d. h. am ersten Tag des Monats Thout) begangen, der derzeit auf den 11. September fällt (entsprechend dem 29. August im Julianischen Kalender). Sein Fest ist der 11. Juni im östlichen Christentum und der 24. August in der Lutherischen Kirche, der Anglikanischen Kommunion und den beiden Formen des römischen Ritus der Katholischen Kirche.

Die Apostolische Kirche ehrt den heiligen Bartholomäus zusammen mit dem heiligen Thaddeus als Schutzheiligen.

Der Name Bartholomew (Englisch für Bartholomäus) stammt aus dem Aramäischen und bedeutet sinngemäß „Sohn von Talmai“ bzw. „Sohn der Furchen“. Bartholomäus ist unter den zwölf Aposteln Jesu in den drei synoptischen Evangelien aufgeführt (Matthäus, Markus und Lukas) und erscheint auch als einer der Zeugen der Himmelfahrt. Er wird im Johannesevangelium nicht unter dem Namen Bartholomäus erwähnt, und es gibt auch keine frühere Erwähnung. Die früheste stammt von einem pseudepigraphischen Schriftsteller, der die Identität von Abdias von Babylon annahm, und dem die Manuskripte Saint-Thierry und Pseudo-Abdias zugeschrieben werden.

Geschichte des Kaiserdoms

Der Frankfurter Dom war ursprünglich eine kaiserliche Stiftskirche, daher der Name „Dom“. St. Bartholomäus ist die Hauptkirche von Frankfurt und wurde im 14. und 15. Jahrhundert auf dem Fundament einer früheren Kirche aus der merowingischen Zeit errichtet.

Ab 1356 wurden in dieser Stiftskirche die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches als Könige in Deutschland gewählt, von 1562 bis 1792 dann direkt die Kaiser gekrönt. Die Reichswahlen fanden in der Wahlkapelle statt, eine Kapelle auf der Südseite des 1425 erbauten Hochchores. Die Salbung und Krönung der gewählten Kaiser als Könige in Deutschland fand vor dem Hauptaltar statt, um das Haupt des St. Bartholomäus zu verehren.

Im Zuge der deutschen Mediatisierung säkularisierte und vereinnahmte die Stadt Frankfurt schließlich die verbliebenen katholischen Kirchen und deren Verdienstmöglichkeiten, überließ aber die Nutzung der Kirchengebäude den bestehenden katholischen Gemeinden. So wurde St. Bartholomäus zu einer der Dotationskirchen der Stadt, die sich zwar im Besitz der Stadt befanden, aber von katholischen oder lutherischen Gemeinden genutzt wurden.

St. Bartholomäus galt vor allem im 19. Jahrhundert als Symbol für die nationale Einheit in Deutschland. Obwohl die Kirche nie Bischofssitz gewesen war, war sie die größte Kirche in Frankfurt. Ihre Rolle in der Kaiserpolitik, einschließlich der Krönung der mittelalterlichen deutschen Kaiser, machte sie zu einem der bedeutendsten Bauwerke der kaiserlichen Geschichte.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im Jahr 1867 wurde St. Bartholomäus durch einen Brand zerstört und in den folgenden Jahren im heutigen Stil wieder neu aufgebaut. Dieser Zustand überdauerte bis zum Zweiten Weltkrieg. Zwischen Oktober 1943 und März 1944 fiel die Altstadt Frankfurts, die größte altgotische Stadt Mitteleuropas, sechs verheerenden Bombenangriffen der Alliierten Luftstreitkräfte zum Opfer und erfuhr große Verwüstungen. Die schlimmsten Verluste gab es bei einem Angriff der Royal Air Force am 22. März 1944, als mehr als tausend Gebäude der Altstadt, die meisten davon Fachwerkhäuser, zerstört wurden.

Auch der Kaiserdom St. Bartholomäus erlitt dabei schwere Schäden, das Innere war völlig ausgebrannt. Das Gebäude wurde schließlich in den 1950er Jahren rekonstruiert.

Charakteristische Merkmale des Kaiserdoms St. Bartholomäus

Das Kennzeichen des dreischiffigen Doms im spätgotischen Stil ist der 96 Meter hohe Westturm. Da es keinen Aufzug gibt, gelangt man nur über insgesamt 324 Stufen an die Spitze des Kirchturms. Im Kircheninneren sollte man sich das Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, den Maria-Altar von 1434 und das Bartolomäus-Fries aus dem 15. Jahrhundert nicht entgehen lassen.

Besonders eindrucksvoll ist auch die Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Hans Backoffen aus dem Jahre 1509, sie gilt als Meisterwerk der Frührenaissance. In Goethes „Dichtung und Wahrheit“ bringt der weltberühmte Philosoph seine Bewunderung für das Wahrzeichen Frankfurts zum Ausdruck.

Dommuseum

Im Kreuzgang der Kirche befindet sich das Dommuseum, in dem der Domschatz ausgestellt ist. Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung unter anderem sakrale Kunst vom 14. bis zum 20. Jahrhundert und liturgische Gewänder des Barock. Auch die Geschichte des Doms wird dem Besucher anschaulich erläutert. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch Wechselausstellungen im Innenhof „Quadrum“ des Dommuseums.

Frankfurter Domchor- & Singschule

Die 2011 gegründete Frankfurter Domsingschule ist ein gemischter ökumenischer Kinder- und Jugendchor, der nicht nur Messen und Abende, sondern auch offizielle Empfänge und Eröffnungen begleitet. Die Frankfurter Domsingschule bietet jedem Sänger, unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit, eine altersgerechte, kostenlose Gesangsgrundausbildung bei regelmäßigen Proben und eine wertvolle Einzel- und Gruppengesangsausbildung oder musikalische Früherziehung. Diese umfangreiche Grundausbildung ist einzigartig für Frankfurt.

Frankfurter Domkonzerte

Eine ganz besondere Veranstaltung im Frankfurter Dom sind die jährlich stattfindenden Domkonzerte, welche von einem Verein namens „Frankfurter Domkonzerte e. V.“ initiiert werden. Sie zählen zu den wichtigsten kulturellen Institutionen der Stadt Frankfurt und der gesamten Rhein-Main-Region.

Die Konzertveranstaltungen warten immer wieder mit internationalen Künstlern auf und finden national und international Beachtung. In Frankfurt zählen sie ohne Zweifel zu den herausragenden kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen.

Einen Überblick über das Kuratorium und den Vorstand der Frankfurter Domkonzerte sowie das aktuelle Programm gibt es aus der Webseite des Konzertveranstalters.

Durch die bunte Vielfalt der Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten in und um den Kaiserdom ist dieser zu den meistbesuchten Attraktionen in der Stadt Frankfurt geworden.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / benkrut

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Markus Wilde

Der Autor arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Web- & Werbetexter und lebt von Geburt an in und um Frankfurt am Main.

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