Frankfurter Weihnachtsmarkt – einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland

Frankfurter Weihnachtsmarkt - einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland

Die Märkte in der vorweihnachtlichen Zeit haben eine lange Tradition und kaum eine Stadt in Deutschland hat nicht mindestens einen Weihnachtsmarkt. Sehr beliebt sind diese Märkte bei Touristen, für die ein Weihnachtsmarkt auch etwas mit der berühmten „German Gemütlichkeit“ zu tun hat. Das trifft im Besonderen auch auf den Weihnachtsmarkt in Frankfurt zu. Dieser Markt wird nicht nur von den Einheimischen geschätzt, sondern auch von den vielen Besuchern aus dem Ausland, die jedes Jahr die Bankenmetropole am Main besuchen.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt im Wandel der Zeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Frankfurter Christkindchesmarkt im Jahre 1393. Allerdings hat der Markt damals noch nicht die Bedeutung, die er heute hat. Der Markt in der Vorweihnachtszeit diente im frühen Mittelalter den Menschen dazu, sich für die kalte Jahreszeit mit allen nötigen Dingen zu versorgen. Händlern aus dem Ausland war es nicht erlaubt, ihre Waren auf dem Markt anzubieten, nur Kaufleute aus Frankfurt durften einen Stand haben. Erst im 19. Jahrhundert ähnelte der Christkindchesmarkt zum ersten Mal der heutigen Form des Weihnachtsmarktes. Die Stadt ließ Tannenbäume aufstellen und festlich schmücken und die Bewohner von Sachsenhausen verkaufen die Christbäume in den Römerhallen. Die Händler durften nur weihnachtliche Artikel anbieten. Dazu gehörten unter anderem Spielzeug für Kinder, Weihnachtsbäume und Weihnachtsbaumschmuck, Lebkuchen und andere Leckereien, die es nur zur Weihnachtszeit gibt.

Der Weihnachtsmarkt an unterschiedlichen Orten

Auf alten Stichen und Bildern ist zu sehen, wie die kleinen Verkaufsstände auf dem Frankfurter Christkindchesmarkt dicht gedrängt auf dem Römerberg stehen. Auch in alten Quellen ist zu lesen, dass der Römerberg bereits im Mittelalter der Standort für den vorweihnachtlichen Markt in Frankfurt war. Im Zweiten Weltkrieg fiel der gewohnte Standort des Marktes den Bomben zum Opfer und in der unruhigen Nachkriegszeit wechselte der Markt mehrmals seinen Standort. Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre musste der Markt mehrfach umziehen, da der Römerberg, bedingt durch den Bau der U-Bahn, gesperrt war. Ende der 1970er Jahre war es aber dann so weit: Der Frankfurter Christkindchesmarkt zog wieder an seinen Platz auf dem Römerberg.

Der Christkindchesmarkt der heutigen Zeit

Der Markt hat sich im Laufe der Jahre vergrößert, 200 Stände finden heute ihren Platz auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Er erstreckt sich von der berühmten Einkaufsstraße Zeil über den Liebfrauenberg, die Neue Kräme, den Paulusplatz und den Römerberg bis hinunter zum Mainkai. Der Markt bietet seinen Besuchern eine bunte Mischung aus Süßwarenständen, die unter anderem gebrannte Mandeln und Popcorn anbieten, Kinderkarussells und gemütlichen warmen Gastronomiezelten und Ständen. Immer noch stehen Weihnachtsartikel im Mittelpunkt und das gilt besonders für das klassische Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Die Besucher des Marktes können sowohl traditionellen als auch modernen Schmuck für den Weihnachtsbaum kaufen. Blechspielzeug ist auch im Angebot, ebenso wie kunstvolle Kerzen und schöne Marionetten.

Beliebte Traditionen

Es gibt eine Reihe von schönen Traditionen, die den weihnachtlichen Markt in Frankfurt begleiten. Dazu gehört eine Ausstellung von Künstlern aus Frankfurt in den Römerhallen und in der Paulskirche. Großer Beliebtheit erfreut sich auch eine ganze bestimmte Tasse, die es im Rahmen des Frankfurter Weihnachtsmarktes gibt. Diese Tasse aus Keramik hat jedes Jahr eine andere Farbe und ein anderes Motiv. Der Römer, die Alte Oper, der Dom, die Paulskirche und ein Porträt von Johann Wolfgang von Goethe waren bereits auf der Tasse zu sehen. Dann folgten weihnachtliche Motive wie ein Schneemann, der Nikolaus und ein Weihnachtsbaum vor der Skyline und dem Römer. 2007 bekamen die Käufer der Weihnachtstassen auch einen kleinen Bembel, auf dem der historische Römerberg und der Dom abgebildet waren. Was auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt auf keinen Fall fehlen darf, das sind die „Quetschemännsche“ aus getrockneten Pflaumen, Nüssen und Rosinen. Beliebte Leckereien sind zudem die Frankfurter Brenten, speziell geformte Plätzchen aus Marzipan und die berühmten Bethmännchen.

Eine malerische Kulisse

In diesem Jahr findet der Weihnachtsmarkt zwischen dem 26. November und dem 22. Dezember statt und einmal mehr bietet der Römerberg eine wunderschöne Kulisse. Am 6. Dezember kommt wie jedes Jahr der Nikolaus und nicht nur die kleinen Besucher freuen sich über den mit Tausenden von Glühbirnen festlich beleuchteten Weihnachtsmarkt in der Frankfurter City. Einer der Höhepunkte bei der feierlichen Eröffnung durch den Oberbürgermeister ist die meist mehr als 30 Meter hohe Rotfichte, die jedes Jahr aus dem Hochsauerland nach Frankfurt geliefert wird. Viele Bäume, die auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt gestanden haben, waren mehr als 100 Jahre alt. Wenn die Fichte im weihnachtlichen Glanz erstrahlt, dann kommt auch Weihnachtsstimmung in der Stadt auf.

Nicht nur bei Frankfurtern sehr beliebt

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist nicht nur bei den Bewohnern der Mainmetropole ein beliebtes Ziel in der vorweihnachtlichen Zeit. Auf den Markt kommen auch viele Besucher aus ganz Hessen. In den vergangenen zehn Jahren waren es nicht selten mehr als drei Millionen Besucher, die über den Weihnachtsmarkt geschlendert sind. Es gibt sogar Betriebe und Geschäfte, die auf dem Christkindchesmarkt ihre Weihnachtsfeier veranstalten und dort einen schönen Abend verbringen. Für die Stadt Frankfurt ist der Markt auf jeden Fall ein sehr gutes Geschäft, denn durchschnittlich gibt jeder der Besucher auf dem Weihnachtsmarkt am Römerberg 15,- bis 20,- Euro aus. Auch die gestiegene Gefahrenlage hält die Menschen nicht ab, den Markt zu besuchen. Sie vertrauen auf das starke Sicherheitskonzept der Stadt, auf die 150 massiven Poller aus Beton und darauf, dass viele Straßen in der Frankfurter Innenstadt für die Dauer des Marktes für den Autoverkehr gesperrt sind.

Ein Weihnachtsmarkt entfaltet jedes Jahr wieder eine ganz besondere Magie. Das ist nicht erst seit heute so, schon in vergangenen Jahrhunderten ließen sich die Menschen von einem stimmungsvollen weihnachtlichen Markt verzaubern. Auch Heinrich Hoffmann, der Arzt und Schöpfer des „Struwwelpeter“ ließ sich vom bunten Treiben auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt inspirieren. 1851 schrieb er das Weihnachtsmärchen „König Nussknacker und der arme Reinhold“. Die Illustrationen zu seinem Märchen zeigen die Buden und die Besucher des Christkindchesmarkts in Hoffmanns Heimatstadt Frankfurt am Main. Nussknacker aus dem Erzgebirge gibt es bis heute auf dem stimmungsvollen Markt in Frankfurt zu kaufen, bekannt gemacht hat ihn jedoch das Märchen von Heinrich Hoffmann. Wer in der Vorweihnachtszeit nach Frankfurt kommt, der sollte den Markt auf dem Römerberg besuchen, denn das lohnt sich immer.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / sborisov

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Autor(in) Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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