Fressgassfest – gut essen und mehr in der Frankfurter City

Fressgassfest - gut essen und mehr in der Frankfurter City

Fressgassfest – das klingt nach fröhlichen Gelagen, nach üppig gedeckten Tischen, die sich unter der Last der Köstlichkeiten biegen und nach Menschen, die ein gutes Essen zu schätzen wissen. Letzteres stimmt, denn wer zwischen dem 23. Mai und dem 1. Juni 2018 nach Frankfurt kommt und gerne gut isst, der sollte unbedingt das Fressgassfest besuchen. Dieses Fest, bei dem sich alles ums Essen und Trinken dreht, gibt es bereits seit 1974 und es erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit.

Das etwas andere Straßenfest

Mit dem Fressgassfest feiern die Frankfurter auch den Einzug des Frühlings in die Stadt. Traditionell ist das besondere Straßenfest das Erste seiner Art und lockt jedes Jahr Besucher, die gerne gut essen, in die Stadt am Main. Zwischen der „Großen Bockenheimer“ und dem „Opernplatz“ präsentieren sich nicht nur die bekannten Geschäfte, sondern auch die Gastronomen der Stadt mit einem abwechslungsreichen Angebot. Es wird Musik gemacht, die Besucher können einen edlen Tropfen probieren und sich von den vielen leckeren Spezialitäten verwöhnen lassen. Das Ziel der Veranstalter, der „Aktionsgemeinschaft Fressgass e. V.“ ist es, ein entspanntes Fest auf die Beine zu stellen. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, in aller Ruhe flanieren und auf eine unkomplizierte Art miteinander ins Gespräch kommen.

Der Bauch Frankfurts

Die Fressgass in Frankfurt gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Gemeint ist die Region zwischen der Kalbächerstraße, der Großen Bockenheimer Landstraße und dem Opernplatz. Wie es genau zu dem Namen Fressgass gekommen ist, das lässt sich heute nicht mehr genau nachweisen. Historisch belegt ist aber, dass es um das Jahr 1900 auf der nur 250 Meter langen Fressgass fast ausschließlich Metzgereien, Bäckereien, Gemüse- und Fischgeschäfte sowie zahlreiche Delikatessenläden gab. Mathilde von Rothschild kaufte in der Fressgass ebenso Spezialitäten und Leckereien ein wie auch Otto von Bismarck, der für sein Leben gerne gut und viel aß. Abgerundet wurde der Bauch Frankfurts von zahlreichen Restaurants und Weinlokalen. Im Laufe der Jahre haben Künstler die Fressgass immer wieder neu gestaltet und sie so zu einem echten Publikumsmagneten für Feinschmecker aus aller Welt gemacht.

Zum Fressgassfest pulsiert das Leben

Wenn das beliebte Straßenfest ansteht, pulsiert in der berühmten Fressgass das Leben. Wer in aller Ruhe shoppen und anschließend gut essen gegen möchte, der verabredet sich in der Fressgass. Exklusiver Schmuck und elegante Designermode, aber auch moderne Unterhaltungselektronik sind in der Fressgass zu Hause. Günstig ist ein Bummel durch die Fressgass nicht, aber wenn das Fressgassfest stattfindet, dann locken die vielen Geschäfte mit tollen Angeboten. Die kleine Straße war nicht immer so belebt, eher das Gegenteil war der Fall. Die Geschäfte machten kaum Umsatz und in die Lokale und Restaurants verirrten sich selbst an den Wochenenden kaum Menschen. 1974 beschloss die Aktionsgemeinschaft Fressgass e. V., die Straße zu retten und rief das Fressgassfest ins Leben. In nur wenigen Jahren blühte die Straße auf, die Geschäfte konnten sich über einen größeren Umsatz freuen und die Fressgass wurde nicht nur an den Wochenenden gut besucht.

Ein Stück Stadtkultur

Jedes Jahr besuchen mehr als 250.000 Besucher nicht nur aus Frankfurt das Fressgassfest. Für den Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft Fressgass ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass das Fest ein Stück der Stadtkultur ist. Frankfurt hat durch Volksfeste wie das Fest in der Fressgass, ein neues, modernes Image bekommen und ist nicht länger nur die Bankenmetropole. Frankfurt ist heute eine Stadt, die zum Ausgehen einlädt und das Fressgassfest gehört mittlerweile fest zur Event-Kultur in Frankfurt. Das Fest ist aber noch aus einem anderen Grund bei den Bürgern sehr beliebt: Der größte der Teil der Einnahmen aus dem Fressgassfest fließt in die weihnachtliche Beleuchtung der Stadt zurück. Dieses Konzept geht auf, die Bürger sind begeistert.

Viel Abwechslung beim Fressgassfest

Mode ist neben einem exklusiven Weinkeller zu finden und exotische Teesorten gibt es direkt neben einer Bäckerei. Das Feinkostgeschäft steht neben einem hippen Restaurant und die Traditionsmetzgerei neben einem italienischen Restaurant. Die Fressgass lebt auch durch ihre große Vielfalt, was beim Fressgassfest immer wieder deutlich wird. Die Besucher können in der Sonne sitzen und ein Eis essen, ein neues Parfüm kaufen und am Abend in einem der Restaurants essen. Während der Festtage können die Besucher köstliche Spezialitäten aus aller Herren Welt probieren. Sie können auf eine kulinarische Reise gehen, die sie nach Asien und in die USA, auf den afrikanischen Kontinent und in viele europäische Länder führt. Aber nicht nur das Essen ist beim Fressgassfest vom Feinsten, auch die Auswahl an Getränken kann sich sehen lassen. Neben einem „guuden Stöffsche“, also einem guten Apfelwein, gibt es Wein und Bier aus aller Welt, edle Obstbrände und vieles mehr.

Ein Fest für die ganze Familie

Gourmets fühlen sich auf dem Fest in der Frankfurter Fressgass mit Sicherheit sehr wohl, auch für Familien ist das Fest eine schöne Abwechslung. Zwischen Bockenheimer Landstraße und Opernplatz sind Musikanten unterwegs, die die Besucher bestens unterhalten. Am Samstag und am Sonntag hingegen gehört das Fest in der Fressgass den Kindern. Sie können sich fantasievoll schminken lassen, einer Märchenerzählerin lauschen, Tombolalose ziehen und auf den Hauptgewinn hoffen oder auf der Hüpfburg springen und toben. In diesem Jahr startet das Fest in der Frankfurter Fressgass am 23. Mai und es endet am 1. Juni. Geöffnet haben die Stände und Restaurants von montags bis freitags sowie am Sonntag von 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Am Samstag können die Besucher zwischen 11:00 Uhr und Mitternacht durch die Fressgass bummeln und flanieren. Es ist eine gute Idee, das Auto stehen zu lassen und mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren. Bahn und Bus halten direkt an den beiden Enden der Fressgass, an den Haltestellen Alte Oper und Hauptwache.

Bummeln, flanieren, babbeln, schlemmen und trinken, den Alltag einfach mal vergessen – es gibt sehr viele gute Gründe, das Fressgassfest in Frankfurt zu besuchen. Das Fressgassfest hat vielleicht keine so lange Tradition wie viele andere Feste, die die Stadt am Main feiert, aber dafür steht die pure Lebensfreude im Vordergrund. Auch in diesem Jahr können sich die Besucher wieder auf ein großes kulinarisches Angebot freuen und wenn das Wetter mitspielt, eine schöne Zeit verleben. Nicht nur wer gerne isst, wird sich in der Fressgass wohlfühlen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / dbrnjhrj

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Autor(in) Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.

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