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Frankfurter Stadtteile - Sachsenhausen |
Sachsenhausen · Einwohner: ca. 56.000
Sachsenhausen (urkundlich erstmals 1193 erwähnt) am südlichen Mainufer, also dribbdebach gelegen, war von Anfang an ein Teil Frankfurts.
Sachsenhausen ist zum einen durch das Ebbelwoi-Viertel und zum anderen durch das Museumsufer, der Kunst- und Kulturmeile der Mainmetropole, mit seinen 13 Museen (u.a. Städel Museum, Filmmuseum), weit über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt.
Am Sachsenhäuser Ufer findet jeden zweiten Samstag der Flohmarkt statt.
Zwei Fußgängerbrücken, der Eiserne Steg (1869) und der Holbeinsteg (1980) verbinden Alt-Sachsenhausen und das Museumsufer mit Frankfurt.
Am Sachsenhäuser Berg befinden sich einige der Top-Wohnlagen Frankfurts.
Zwischen Flößer- und der Eisenbahnbrücke entstand auf dem ehemaligen Schlachthofgelände das Deutschherrnviertel - mit Geschäften, Restaurants, Bar, Eiscafe, Büroflächen und neuem Wohnraum.
Der Walther-von-Cronberg-Platz mit den Wasserspielen bildet die attraktive Mitte des Viertels.
Highlight ist der dem typisch New Yorker Hochhaus-Baustil der Zwanziger Jahre nachempfundene 88 Meter hohe Main Plaza.
Er bietet auf 24 Etagen eine Kombination von Hotel und Apartments, Suiten und Wohnungen.
Desweiteren einen Health & Wellness Club, das Rivercafé, ein Restaurant sowie die klassische Harry's New York Bar.
Ein weiteres Viertel entstand auf dem ehemaligen AEG-Gelände an der Friedensbrücke. Das Sprengen des AEG Hochhauses in 1999 war dabei ein besonderes Ereignis.
Alt-Sachsenhausen
Im Ebbelwoi-Viertel in Alt-Sachsenhausen (zwischen Affentorplatz und Frankensteiner Platz), dreht sich natürlich alles um das Frankfurter Nationalgetränk, dem Ebbelwoi.
Viele der typischen Apfelweinlokale sind hier zu finden.
Letzter Überrest der Stadtmauer in der Großen Rittergasse ist der Kuhhirtenturm (1490), in dem Paul Hindemith (1895-1963), bedeutender Komponist der Moderne, seine kreativsten Jahre verbrachte.
Der Fraa-Rauscher-Brunnen wurde 1961 zum Andenken an das berühmte Apfelweinlied "Die Fraa Rauscher aus de Klappergass" in der Klappergasse aufgestellt.
In der Schellgasse 6 steht Frankfurts ältestes Fachwerkhaus (1291). Die "Freunde Frankfurts" haben hier ihr Domizil gefunden.
Schweizer Straße
Mitten in Sachsenhausen pulsiert das Leben auf der Schweizer Straße, der attraktiven Shoppingmeile südlich des Mains.
Hier reihen sich Apfelweinlokale, Cafès, Bars, Bistros, Gourmetläden, Edel-Boutiquen, Szenetreffs, Lifestyle-Läden und Filialgeschäfte aneinander.
Im Sommer eines jeden Jahres lädt die "Schweizer" zu einem der schönsten und größten Straßenfeste in Frankfurt ein.
Südbahnhof
Der Südbahnhof wurde 1873 unter der Bezeichnung Bebraer Bahnhof eröffnet. Heute ist er der Knotenpunkt im Nahverkehr für den südlichen Stadtbereich. Er wird von Regionalzügen, S-Bahnen und U-Bahnen sowie mehreren Straßenbahnlinien und Bussen angefahren.
Vom Bahnhofsvorplatz, dem Diesterwegplatz, verlaufen fünf Straßen sternförmig in die Umgebung. Auf dem Diesterwegplatz findet dienstags und freitags ein vielbesuchter Wochenmarkt statt.
Er beherbegt auch das "Musiklokal Südbahnhof", das als Musik- und Partylocation bereits seit 1995 eine feste Größe im Nachtleben der Mainmetropole ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Sachsenhäuser Warte, einer der vier heute noch erhaltenen Frankfurter Warttürme, 1470/71 als Bestandteil der ehemaligen Frankfurter Feldbefestigung auf dem Sachsenhäuser Berg errichtet.
Goetheturm
Bereits 1867 stand hier an der "Goetheruhe" ein 22 Meter hoher, hölzerner Aussichtsturm, der nach dem ersten Weltkrieg wegen Baufälligkeit abgerissen werden mußte.
Die Frankfurter Bürger forderten einen neuen Turm, der ihnen dann 1931 vom jüdischen Kaufmann Gustaf Gerst gestiftet wurde.
Der Gotheturm ist mit 43 m (196 Stufen) Deutschlands höchster Holzturm.
Der Waldspielpark am Goetheturm im Stadtwald, direkt neben dem Holzturm gelegen, erfreut sich mit der langen Rutschbahn, dem Planschbecken, Schaukeln und Spielgeräten insbesondere bei den Kleinsten größter Beliebtheit.
Sachsenhausen beherbergt insges. drei der sieben Waldspielparks Frankfurts. Neben dem Park am Goetheturm sind dies der Waldspielpark Louisa und der Waldspielpark Tannenwald.
Modernes Pendant zum Goetheturm ist das Wahrzeichen Sachsenhausens, der Henninger-Turm (1961), ein ehemaliger Brauereisilo, der mit 120 m noch in den 1970ern Frankfurts höchstes Gebäude war.
Der Henninger-Turm hat in 101 und 106 Meter Höhe zwei Drehrestaurants und in 110 Meter Höhe eine unverglaste Aussichtsplattform.
Er ist seit dem 31. Oktober 2002 für den Besucherverkehr geschlossen.
Auf dem 11 Hektar großen Areal der ehemaligen Henninger-Brauerei soll ein neues Quartier mit rund 700 Wohnungen im Stile einer Gartenstadt entstehen; strittige Punkte sind in diesem Konzept der Umbau des denkmalgeschützten Henninger Turms und das daneben geplante Bürohochhaus.
Feste
Sachsenhäuser Brunnenfest - Das Brunnenfest ist eines der ältesten (1490) Feste Frankfurts.
Museumsuferfest - Das multikulturelle Highlight der Frankfurter Festeszene.
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