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Zinsen in Frankfurt 2026: Wo dein Erspartes wieder arbeitet

Ausgerechnet in der Bankenhauptstadt lassen viele ihr Geld unverzinst liegen. Dabei zahlen Direktbanken aktuell wieder bis zu 3,50 % aufs Tagesgeld, während das klassische Sparbuch kaum die Inflation ausgleicht. Hier ist der ehrliche Überblick für Frankfurter Sparer.

Redaktion Frankfurt-Interaktiv

Zwischen Taunusanlage und Kaiserplatz wird das große Geld bewegt, doch auf dem Girokonto der meisten Frankfurter arbeitet das Ersparte genau gar nicht: 0,00 % sind dort der Normalfall, und auch klassische Sparbücher bei den Filialbanken der Stadt liegen meist unter 0,5 %. Bei einer Inflation zwischen 2 % und 3 % verliert so geparktes Geld real an Wert. Die gute Nachricht: Seit der Zinswende zahlen Direktbanken wieder ordentliche Sätze, und ein Tagesgeldkonto lässt sich problemlos neben dem bestehenden Konto bei Sparkasse, Volksbank und Co. in Frankfurt führen.

Aktuelle Tagesgeld-Zinsen im Überblick

BankNeukundenBestandskundenBesonderheit
Renault Bank direkt 3,50 % (3 Monate garantiert) 2,00 % Bester Bestandskundenzins, seit 21.07.2026 für alle
Consorsbank 3,40 % (5 Monate) 0,80 % Längste Aktionsphase, bis 1 Mio. €
Targobank 3,25 % (4 Monate) 0,60 % Filiale an der Großen Eschenheimer Straße
ING (Extra-Konto) 3,20 % (4 Monate) 0,75 % Deutsche Einlagensicherung, bis 250.000 €
Postbank 3,20 % (6 Monate) 0,75 % 6 Monate Zinsgarantie, Filialen im Stadtgebiet
Volkswagen Bank 3,10 % (6 Monate) 1,00 % Aktionszins ohne Einlagen-Obergrenze

Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Erhebung: Juli 2026. Aktionszinsen gelten nur für die genannte Dauer und teils bis zu einem Maximalbetrag, danach greift der variable Standardzins. Quelle und laufend aktualisierte Konditionen: Tagesgeld-Vergleich auf konto.cc.

Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld: Was passt zu wem?

Das Sparbuch hat vor allem nostalgischen Wert: eingeschränkte Verfügbarkeit, minimale Zinsen. Tagesgeld bietet bei identischer gesetzlicher Einlagensicherung tägliche Verfügbarkeit und aktuell das Sechs- bis Siebenfache an Zins, ideal für den Notgroschen von zwei bis drei Monatsausgaben. Wer einen Teil des Ersparten länger nicht braucht, holt mit Festgeld noch etwas mehr heraus, bindet das Geld dafür über die Laufzeit. Eine bewährte Aufteilung: Notgroschen aufs Tagesgeld, planbare Rücklagen in eine Festgeld-Treppe mit gestaffelten Laufzeiten.

Worauf Frankfurter beim Zins-Vergleich achten sollten

Erstens auf den Bestandskundenzins statt nur auf die Aktions-Schlagzeile: Nach vier bis sechs Monaten zählt allein, was die Bank dauerhaft zahlt, und da trennt sich das Feld deutlich. Zweitens auf die Einlagensicherung: Bis 100.000 € pro Kunde und Bank ist sie EU-weit gesetzlich garantiert, größere Summen verteilt man auf mehrere Institute. Drittens auf das Kleingedruckte bei Karenzzeiten, denn als Neukunde gilt oft nur, wer sechs bis zwölf Monate kein Konto beim Anbieter hatte. Wer die Filialberatung schätzt, muss übrigens nichts aufgeben: Das Tagesgeldkonto läuft parallel zur Frankfurter Hausbank, die im Banken-Überblick mit Adressen und Bewertungen gelistet ist.

Häufige Fragen zu Zinsen in Frankfurt

Wo gibt es in Frankfurt noch Zinsen aufs Ersparte?

Bei den Filialbanken der Stadt sind nennenswerte Guthabenzinsen selten geworden; klassische Sparbücher liegen meist unter 0,5 %. Deutlich mehr zahlen Direktbanken über Tagesgeld-Aktionen: aktuell 3,10 % bis 3,50 % p. a. für Neukunden (Stand Juli 2026). Diese Konten werden komplett online geführt und lassen sich mit jedem Frankfurter Hausbank-Konto als Referenzkonto kombinieren.

Was ist der Unterschied zwischen Aktionszins und Bestandskundenzins?

Der Aktionszins gilt nur für Neukunden und nur für einige Monate, danach fällt das Guthaben auf den deutlich niedrigeren Bestandskundenzins. Wer nicht regelmäßig wechseln will, achtet deshalb auf den Bestandskundensatz: Dort liegt aktuell die Renault Bank direkt mit 2,00 % p. a. vorn, gefolgt von der Volkswagen Bank mit 1,00 %.

Ist Tagesgeld genauso sicher wie das Sparbuch bei der Sparkasse?

Ja. Innerhalb der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank abgesichert, egal ob bei der Frankfurter Sparkasse, der ING oder einer französischen Direktbank wie der Renault Bank (dort über die französische Sicherung FGDR). Der Unterschied liegt nicht in der Sicherheit, sondern im Zins und im Service-Modell.

Brauche ich für ein Tagesgeldkonto ein neues Girokonto?

Nein. Ein Tagesgeldkonto wird immer mit einem Referenzkonto verknüpft, und das kann das bestehende Girokonto bei Sparkasse, Volksbank oder jeder anderen Bank bleiben. Überweisungen laufen ausschließlich zwischen diesen beiden Konten, was das Modell auch für vorsichtige Sparer übersichtlich hält.