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Gruppenevents in Frankfurt für die dunkle Jahreszeit: Indoor-Ideen für Team, JGA und Geburtstag

Redaktion · Events
Großformatiges Action-Painting-Bild mit Farbspritzern und Farbläufen in Orange, Gelb und Schwarz

Im Dezember geht in Frankfurt die Sonne schon gegen 16:20 Uhr unter. Grillplatz am Mainufer, Radtour durch den Stadtwald oder Picknick im Grüneburgpark fallen dann als Gruppenprogramm weitgehend weg. Gleichzeitig ballen sich gerade in den Wintermonaten die Anlässe: Weihnachtsfeiern im Büro, Geburtstage, die nicht schon wieder am Restauranttisch enden sollen, und Junggesellinnen- oder Junggesellenabschiede, deren Termin sich nach der Hochzeit richtet und nicht nach dem Wetter.

Welche Formate sich im Winter bewähren

Indoor-Angebote für Gruppen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Jede hat ihre Stärken, aber auch klare Grenzen.

Kreative Workshops

Malen, Töpfern, Kerzenziehen oder Siebdruck: Kreativformate haben den Vorteil, dass am Ende etwas Greifbares mit nach Hause geht. Sie setzen selten Vorkenntnisse voraus, weshalb auch Gruppen ohne gemeinsames Hobby gut damit zurechtkommen.

Eine Variante, die sich in den vergangenen Jahren in vielen Großstädten verbreitet hat, ist das Malen in geselliger Runde mit Getränken. Neben der klassischen Form, bei der alle dasselbe Motiv Schritt für Schritt nachmalen, gibt es inzwischen freiere Ansätze. Bei Drink and Paint Frankfurt wird zum Beispiel nach dem Prinzip des Action Painting gearbeitet. Farbe wird geschüttet, getropft und gespritzt, eine Vorlage gibt es nicht. Die Technik geht auf den abstrakten Expressionismus zurück, den Jackson Pollock Ende der 1940er-Jahre mit seinen Drip Paintings prägte. Für Gruppen hat das einen praktischen Effekt: Niemand vergleicht, wessen Bild am Ende am „richtigsten“ aussieht.

Kulinarische Formate

Kochkurse, Weinproben oder Tastings eignen sich, wenn die Gruppe ohnehin zusammen essen möchte. Ein genauer Blick auf die Teilnehmerzahl lohnt sich trotzdem. Viele Kochschulen arbeiten mit festen Stationen, an denen jeweils nur wenige Personen Platz finden, was die Gruppengröße begrenzt.

Typisch Frankfurterisch bleibt der Abend in einer Apfelweinwirtschaft in Sachsenhausen oder an der Berger Straße. Für größere Runden empfiehlt sich gerade im Herbst und Winter eine frühe Reservierung, denn die Plätze an den langen Holztischen sind begehrt.

Aktive Formate

Escape Rooms, Bowling, Bouldern oder Lasertag bringen Bewegung in den Abend. Escape Rooms sind meist für kleine Teams von zwei bis sechs Personen ausgelegt. Größere Gruppen werden auf mehrere Räume verteilt und verbringen den Großteil der Zeit getrennt voneinander. Beim Bouldern ist eine Einweisung durch die Halle üblich, und die körperlichen Voraussetzungen sollten vorab in der Gruppe geklärt sein.

Fünf Kriterien für die Auswahl

Bevor ein Angebot verbindlich gebucht wird, hilft ein kurzer Abgleich mit diesen Punkten:

  • Gruppengröße und Flexibilität: Viele Anbieter legen eine Mindest- und eine Höchstzahl fest. Ebenso relevant ist, ob sich die Zahl kurzfristig anpassen lässt. In der Erkältungssaison fallen erfahrungsgemäß häufiger Personen spontan aus.
  • Erreichbarkeit: Frankfurt ist über das Netz des RMV mit S-Bahn, U-Bahn und Straßenbahn dicht erschlossen. Liegt der Veranstaltungsort in Gehweite einer Station, entfällt die Frage, wer fährt. Für späte Rückfahrten lohnt ein Blick auf die Nachtbuslinien, die nach Betriebsschluss der Bahnen verkehren.
  • Gesamtkosten pro Person: Ein niedriger Grundpreis relativiert sich, wenn Material, Getränke oder Raummiete gesondert berechnet werden. Aussagekräftig ist nur der Betrag, der am Ende tatsächlich pro Kopf anfällt.
  • Stornobedingungen: Fristen zwischen 48 Stunden und zwei Wochen sind verbreitet. Manche Anbieter erstatten den Betrag, andere stellen Gutscheine aus. Das sollte vor der Buchung schriftlich feststehen.
  • Alkoholfreie Teilnahme und Barrierefreiheit: Nicht alle trinken Alkohol, nicht alle können problemlos Treppen steigen. Ein Format, das ohne Wein genauso funktioniert und ebenerdig erreichbar ist, schließt niemanden aus.

Ideen nach Anlass

Teamevent und Weihnachtsfeier

Bei Firmenfeiern spielt neben dem Programm auch die steuerliche Seite eine Rolle. Für Betriebsveranstaltungen gilt in Deutschland ein Freibetrag von 110 Euro pro teilnehmender Person einschließlich Umsatzsteuer, und zwar für bis zu zwei Veranstaltungen im Jahr. Bleiben die Kosten darunter, entsteht für die Beschäftigten kein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil. Voraussetzung ist, dass die Feier allen Beschäftigten des Betriebs oder einer Abteilung offensteht.

Inhaltlich passen Formate ohne Wettbewerbscharakter oft besser als Quizrunden oder sportliche Duelle. Sie rücken Hierarchien in den Hintergrund, und auch Kolleginnen und Kollegen, die sich im Alltag kaum begegnen, kommen leichter ins Gespräch. Ein gängiger Rahmen sind zwei bis drei Stunden Aktivität, gefolgt von einem gemeinsamen Essen.

Junggesellinnen- und Junggesellenabschied

Beim JGA steht eine Person im Mittelpunkt, während sich der Rest der Gruppe oft nur teilweise kennt. Programmpunkte, bei denen alle gleichzeitig beschäftigt sind, erleichtern das Kennenlernen. Eine bewährte Abfolge besteht aus einer Aktivität am Nachmittag, einem Abendessen und einem offenen Ausklang in einer Bar.

Frankfurt bietet dafür kurze Wege. Zwischen Innenstadt, Sachsenhausen und Bahnhofsviertel liegen nur wenige Stationen. Wer Fotos als Erinnerung plant, sollte vorab klären, ob am Veranstaltungsort fotografiert werden darf und ob Schutzkleidung oder bestimmte Schuhe nötig sind.

Geburtstag

Für kleinere Runden bieten viele Anbieter private Termine schon ab zwei Personen an. Ab etwa zehn Gästen lohnt sich häufig eine exklusive Buchung, damit die Gruppe unter sich bleibt. Gegenüber dem klassischen Restaurantbesuch haben kreative oder aktive Formate einen Vorteil: Gespräche entstehen nebenbei, und Gäste, die sich vorher nicht kannten, haben sofort ein gemeinsames Thema.

Gutscheine für ein Gruppenerlebnis eignen sich zudem als Geschenk, das mehrere Gäste gemeinsam überreichen können.

Zeitplan: Wann gebucht werden sollte

November und Dezember gehören für viele Eventanbieter zu den gefragtesten Monaten des Jahres. Freitag- und Samstagabende sind dann oft Wochen im Voraus vergeben. Eine praktikable Reihenfolge für die Planung sieht so aus:

  • Acht bis zwölf Wochen vorher: Termin mit der Gruppe abstimmen, etwa per Online-Umfrage, und ein Budget pro Person festlegen.
  • Sechs bis acht Wochen vorher: Angebote vergleichen und verbindlich buchen. Bei Firmenfeiern im Dezember lieber früher.
  • Zwei Wochen vorher: Teilnehmerzahl bestätigen, Allergien und Unverträglichkeiten abfragen, Anfahrt und Kleiderempfehlung an alle schicken.
  • Am Tag selbst: Puffer einplanen. Viele Anbieter beginnen exakt zur gebuchten Zeit, weil im Anschluss bereits die nächste Gruppe wartet.

Wer unter der Woche plant, hat meist mehr Auswahl und teils günstigere Konditionen. Ein Dienstag- oder Mittwochabend kann für ein Teamevent die entspanntere Wahl sein, als sich am letzten Freitag vor Weihnachten um die wenigen freien Termine zu bemühen. Und sollte das Wetter im Februar doch einmal mitspielen, bleibt ein Spaziergang am Mainufer als spontaner Abschluss, der ganz ohne Reservierung auskommt.

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