Nacht der Museen – Frankfurts Museen mal ganz anders

Die Nacht der Museen ist im Veranstaltungskalender der Stadt Frankfurt immer einer der Höhepunkte. 40 Museen der Stadt öffnen bei Nacht ihre Pforten für alle Besucher, die die Museen und ihre Exponate einmal in einem etwas anderen Licht sehen möchten. Die Nacht der Museen in Frankfurt ist ein Höhepunkt sowohl in kultureller als auch in künstlerischer Hinsicht. Den Besucher gefällt die Idee der Museumsnacht, denn in den vergangenen Jahren konnte Frankfurt Besucherrekorde verzeichnen.

Ein vielseitiger Kunstgenuss

Während der Nacht der Museen steht das Museumsufer am Main stets im Mittelpunkt. Dort ist neben dem Städel Museum mit seinen Meisterwerken auch das Architekturmuseum zu finden. Das Filmmuseum öffnet für eine Nacht seine Türen für das Publikum und das Museum für Angewandte Kunst lässt sich zu jeder Nacht der Museen in Frankfurt etwas Besonderes einfallen. Wer Krimis liebt, der sollte in die Frankfurter Innenstadt gehen, denn im Kriminalmuseum wird alles über schwere Jungs und ihre Verbrechen gezeigt. Im Geldmuseum erfahren die Besucher so manches über Münzen und Scheine, was für einiges Erstaunen sorgt, und die Sternwarte lädt zu einem Blick ins Universum ein. Die kleinen Besucher haben bestimmt viel Spaß im Struwwelpeter-Museum und im Caricatura Museum wird bildende Kunst genussvoll auf die Spitze getrieben.

Interessante Ausstellungen in der Nacht der Museen

Die 40 Museen, die an der Nacht der Museen in Frankfurt teilnehmen, lassen sich für ihre Besucher jedes Jahr etwas Besonderes einfallen. Es gibt exklusive Ausstellungen, Small Talk mit den Künstlern, auch Installationen, Videokunst und Workshops sind Teil der langen Museumsnacht. So zeigte beispielsweise das Caricatura Museum Werke der Neuen Frankfurter Schule und das Filmmuseum widmete dem Starregisseur Stanley Kubrick eine Hommage. Frankfurts unterirdische Schätze präsentierte das archäologische Museum und im Deutschen Architekturmuseum gab es eine sehr interessante Ausstellung zum Thema Radfahren in der Großstadt. Das Senckenberg Naturmuseum hat Tiefseetiere in ein neues Licht getaucht und bei der Sternwarte konnten die Besucher historische Teleskope bewundern.

Performance in der Nacht der Museen

Wie sah die Mode vor 50 Jahren aus und wie wird eigentlich ein Film vertont? Alle, die das schon immer wissen wollten, konnten sich in der Nacht der Museen in Frankfurt ausführlich darüber informieren. „Peggy Sue Frankfurt – eine 1960er-Modenschau“ gab es in der diesjährigen Nacht der Museen im Museum Giersch der Goethe-Universität. Wie ein Film zum richtigen Ton kommt, zeigte das Deutsche Filmmusik mit einer Live-Filmvertonung. Jongleure und Artisten hatte der Frankfurter Zoo im Angebot, während die Zuschauer im Bibelmuseum orientalische Tänze bewundern konnten. Im Deutschen Architekturmuseum standen Schauspieler auf der Bühne und eine LED-Performance präsentierte das Museum für Kommunikation. Passionierte Tänzer, die jiddische Volkstänze erlernen wollten, konnten das im Museum Judengasse und in der Schirn Kunsthalle stand alles unter dem Motto Tanz Visual Arts. Im Kriminalmuseum gab es ein Schauspiel, hier ging es um eine „Gewaltige Liebe“.

Eine Nacht voller Musik

Die Frankfurter Nacht der Museen ist auch immer eine Nacht voller Musik. Saxofon-Klänge bei Kerzenschein im Dommuseum standen bei der Nacht der Museen 2018 auf dem Programm und im Weltkulturen Museum gab es Rap aus Brasilien. College Rock und Skate Punk konnten die Besucher im Museum für Kommunikation hören und Chansons bot das Struwwelpeter-Museum seinen Gästen an. Pop und improvisierter Jazz hatte das Museum Giersch der Goethe-Universität im Angebot und Musik aus Ghana zum Mitmachen wurde im Jungen Museum Frankfurt geboten. Im Haus am Dom präsentierten eine Sopranistin und eine Mezzosopranistin Lieder von Kurt Weill und Berthold Brecht. Schwungvoll war es im Kriminalmuseum, denn dort spielte das Landespolizeiorchester Chartstürmer, unvergessliche Evergreens und die Hits der 1980er Jahre. Barock Flötenmusik bot das Städel Museum an und ein Holzbläser Quintett war im Lufthansa Aviation Center zu hören.

Die kulinarischen Highlights

Keiner muss während der langen Museumsnacht in Frankfurt hungern. Alle teilnehmenden 40 Museen bieten ihren Besucher kleine, aber feine kulinarische Köstlichkeiten der unterschiedlichsten Art. Die Auswahl reicht vom klassischen Fingerfood über delikate Snacks bis hin zu süßem Popcorn. Einige Museen servieren vegetarische Gerichte, andere verwöhnen ihre Besucher mit orientalischen Speisen wie Lammbraten mit Minze. Wraps sind sehr beliebt und pikantes Gebäck, das zusammen mit edlen Weinen aus dem Rheingau angeboten wird, schmeckt nicht nur Weinliebhabern. Köstlichkeiten vom Grill gab es in diesem Jahr in so manchem Museumsgarten, die Besucher konnten die afrikanische und die griechische Küche probieren und am Foodtruck eine kleine Pause einlegen. Für Abwechslung sorgte auch die große Auswahl an Getränken. Hier reichte das Angebot vom Prosecco über den bunten Cocktail, mal mit, mal ohne Alkohol, bis zum Gin und natürlich zum Äbbelwoi, dem Frankfurter Nationalgetränk.

Museum zum Mitmachen

Den Veranstaltern der Museumsnacht in Frankfurt geht es nicht nur darum, Kunst und Kultur in einem ganz anderen, besonderen Licht zu betrachten. Auch das interaktive Museum spielt in der Nacht der Museen in Frankfurt eine wichtige Rolle. Wie schwer ist es, ein Blatt Papier zu bedrucken? Die Besucher der Museumsnacht konnten es an einer historischen Druckerpresse selbst ausprobieren. Der Frankfurter Zoo lud zu spannenden Mitmachaktionen ein und im Karikaturen Museum gab es einen Malwettbewerb zum Thema Ottifanten. Beim Museum für angewandte Museum stand ein Instagram Wettbewerb im Fokus und im Bibelhaus Erlebnismuseum konnten die Besucher eine kleine Bibel selbst gestalten. Eine Eritreische Kaffeezeremonie bot das Junge Museum Frankfurt und als Publikumsmagnet erwies sich die Fahrt mit einem historischen Postbus. Für starke Nerven war der Flug im Flugsimulator im Experiminta ScienceCenter und großen Andrang gab es auch an der Fotobox im Deutschen Filmmuseum.

Auch wenn bei der Nacht der Museen in Frankfurt die Exponate kein Eigenleben entwickeln, wie das im Hollywoodfilm der Fall ist, es lohnt sich auf jeden Fall, diese Nacht mitzumachen. Neben der einzigartigen Atmosphäre und dem geheimnisvollen Licht sind es die tollen Sonderausstellungen und die Begeisterung der Besucher, die die Nacht der Museen in der Bankenmetropole am Main zu einem besonderen Erlebnis machen. Jeder kann sich vom Flair der Museumsnacht verzaubern lassen, durch die Museen bummeln und viele neue Eindrücke mit nach Hause nehmen. Die Nacht der Frankfurter Museen ist etwas für die ganze Familie, denn das Angebot richtet sich an Jung und Alt. Jeder hat sein Lieblingsmuseum und das bietet für eine Nacht im Jahr exklusive Einblicke.

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Museumsnacht 2018: Klaus Graf, CC0, via Wikimedia Commons