Die Anwohner rund um den Adlhochplatz sind genervt. Sie wollen in der Nacht ihre Ruhe haben, aber das ist nicht ganz einfach. Immer wieder kommt es zu Partys auf dem beliebten Platz in Frankfurt. Immer wieder ist es laut, wenn junge Leute dort bis spät in die Nacht feiern. Die Polizei und das Ordnungsamt sind mit diesem Problem offensichtlich überfordert und die Politik hatte jetzt die Idee, dem Adlhochplatz die Bänke zu nehmen. Frankfurt interaktiv berichtete darüber und jetzt gibt es ein großes Echo.

Frankfurt ist die Stadt der Banken und der Bänke

Stühle statt Bänke, so lautet das Motto der Politik. Die FDP brachte das Thema „Adlhochplatz“ erneut auf die Tagesordnung und sorgte für eine heftige Diskussion. Nach dem Willen der Politik sollen die Bänke weichen, stattdessen soll es tagsüber Stühle als Sitzmöglichkeit geben. Ab 22:00 Uhr sammeln dann die Gastwirte in der Umgebung die Stühle wieder ein. Dieser Vorschlag stieß auf wenig Gegenliebe, denn kaum waren die Pläne publik, gab es auch schon die ersten Proteste. Plötzlich hingen Schilder am Adlhochplatz mit dem Hinweis, dass Frankfurt schließlich eine „Bankenstadt“ ist und die Bänke auf dem Adlhochplatz bleiben müssen. Die Frankfurter sind der Meinung, dass es noch mehr Möglichkeiten für den schönen Platz gibt. Die Menschen im Viertel nutzen die Bänke am Adlhochplatz, um sich dort in der Mittagspause zu treffen, um ein kleines Schwätzchen zu halten, die Sonne zu genießen oder einfach nur, um sich auszuruhen.

Einfach mitmachen

Neben Schildern, die sich für den Erhalt der Bänke auf dem Adlhochplatz aussprechen, gibt es auch noch Moritz Tettenborn. Moritz hat eine Petition ins Leben gerufen, die jeder unterzeichnen kann, der ebenfalls für den Erhalt der Bänke ist. Natürlich sind sich auch Moritz Tettenborn und seine Mitstreiter darüber im Klaren, dass etwas geschehen muss, damit die Anwohner am Adlhochplatz wieder ruhig schlafen können. Das Abmontieren der Bänke ist jedoch eine Maßnahme, die die Lebensqualität der Menschen in Sachsenhausen erheblich einschränkt. Durch die Aktion der Politiker gibt es keine spezifische Lösung, sondern eine Lösung, die nicht nur die feierfreudigen Partyfans vor den Kopf stößt.

Noch einmal nachdenken

Moritz Tettenborn und alle anderen, denen die Bänke auf dem Adlhochplatz ans Herz gewachsen sind, bitten den Ortsbeirat 5, den Beschluss doch noch einmal zu überdenken. Es gibt mit Sicherheit noch Alternativlösungen. So forderte unter anderem die SPD Fraktion, dass der Supermarkt in der Nähe die Öffnungszeiten vor allem am Freitag- und Samstagabend einschränken soll. Der Supermarkt verkauft neben Bier auch hochprozentigen Alkohol, was für einen höheren Konsum und in der Folge für die Lärmbelästigung sorgt.

Wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein gehbarer Weg. Vielleicht klappt das ja auch im Hinblick auf die Probleme am Adlhochplatz in Frankfurt. Politik und Bürger sind aufgerufen, sich gemeinsam etwas einfallen zu lassen, womit alle Seiten leben können. Es ist mit Sicherheit eine gute Idee, miteinander im Gespräch zu bleiben, denn nur so lassen sich alle anstehenden Fragen klären. Die kommende kalte Jahreszeit bietet ausreichend Zeit, sich um das Problem mit den Bänken am Adlhochplatz zu kümmern.

Beitragsbild: @ Moritz Tettenborn

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