Höchst soll endlich schöner werden

Höchst soll endlich schöner werden

Frankfurt-Höchst hat im Laufe der letzten Jahre immer mehr von seinem ursprünglichen Charme verloren. Das Internet und seine unendlichen Möglichkeiten haben außerdem noch dafür gesorgt, dass viele Geschäfte in der Innenstadt von Höchst schließen mussten. Schon seit 2006 versucht die Stadt mit Zuschüssen den Verfall von Höchst zu stoppen. Jetzt gibt es noch einmal zehn Millionen Euro, damit die Geschäftsinhaber ihre Läden attraktiver machen.

Modernisieren und sanieren

Leere Schaufenster in einer Fußgängerzone machen sich nie sonderlich gut. In Höchst gehören diese leeren Schaufenster leider zum Alltag, aber damit soll jetzt Schluss sein. Die Stadt Frankfurt hat ein überarbeitetes Förderprogramm aufgelegt, das vom Planungsamt auf den Weg gebracht wird. Bis zum Jahr 2022 will die Stadt rund zehn Millionen Euro für die Sanierung und die Modernisierung der Geschäfte in Höchst ausgeben. Auf diese Weise wird nicht nur das Image des Stadtteils aufgepeppt, sondern gleichzeitig der Leerstand der Geschäfte verhindert. Seit das Förderprogramm läuft, gab es bereits mehr als 250 Modernisierungen in Höchst, dabei handelt es sich allerdings um eine Förderung des Wohnraums. Jetzt sind die Geschäfte dran und die Inhaber freuen sich über das Geld von der Stadt.

Viele verschiedene Maßnahmen

Geschäftsinhaber, die ihre Läden umbauen, bekommen je nach Qualität und Umfang der Sanierungsarbeiten bis zu 30 Prozent der Kosten aus dem Förderprogramm der Stadt. Vorher müssen sie aber mindestens 5000 Euro investieren und die Geschäfte müssen zu ebener Erde liegen. So will die Stadt Frankfurt einen Anreiz bieten, um das Bild des Stadtteils nachhaltig zu verschönern. Noch mehr Geld gibt es für die Ladeninhaber, wenn sie einen barrierefreien Eingang bauen oder wenn das Haus in dem sich das Geschäft befindet, unter Denkmalschutz steht. Gefördert wird zudem das Engagement für den öffentlichen Raum. Wer eine Bank vor seinem Geschäft aufstellt oder den Eingang mit einem Blumenkübel ziert, der bekommt Fördermittel. Bezuschussen will die Stadt auch Straßenfeste, die für eine höhere Akzeptanz des Stadtteils sorgen.

Eine Chance für Höchst

Nicht jeder kann sich über einen Zuschuss aus den Fördertöpfen der Stadt freuen. Wer beispielsweise einen Lagerraum umbauen möchte oder den Wohnraum zu einer gewerblichen Fläche machen will, der bekommt kein Geld. Investitionen in Sexshops und Spielhallen müssen ebenfalls auf Fördergelder verzichten. Die Fördermittel, die Frankfurt bereitstellt, sind schon im Etat veranschlagt, nur die Stadtverordneten müssen dem Programm noch zustimmen. Die Aussichten für ein schöneres Höchst stehen aber nicht schlecht, denn alle Parteien können sich mit dem Sanierungs- und Modernisierungsplan anfreunden. Die Chancen für Höchst sind nachhaltig, wenn es gelingt, die Eigentümer der Häuser, die Inhaber der Geschäfte und die Vertreter der Stadt zusammenzubringen.

Die Pläne der Stadt finden auch in Höchst Anklang. Auf diese Weise ist es möglich, den touristischen Wert des Stadtteils wieder zu beleben. Auch der Denkmalschutz trägt dazu bei, Höchst wieder schöner zu machen. Das gilt besonders für die schönen alten Fassaden, die teilweise noch aus der Gründerzeit stammen. Mit einer umfassenden Sanierung dieser Fassaden strahlen diese Häuser wieder in einem neuen Glanz. Bedenken haben nur die Linken. Sie befürchten, dass die Modernisierungen und Sanierungen in Höchst letztendlich dazu führen, dass alteingesessene Mieter wegen steigender Mieten ihr Zuhause verlassen müssen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / Lesniewski

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Autor(in) Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.