Geplanter Abstellplatz für Fahrräder sorgt für Kritik

Geplanter Abstellplatz für Fahrräder sorgt für Kritik

Die meisten Städte in Deutschland sind finanziell nicht sonderlich gut aufgestellt. Frankfurt macht da keine Ausnahme und daher können viele Bürger nicht verstehen, warum die Stadt 17.000 Euro für einen Fahrradabstellplatz ausgibt. Geplant ist das komfortable Fahrradhaus im Frankfurter Nordend, damit die Radfahrer dort ihre Räder immer bequem und sicher abstellen können.

Teure Räder sicher parken

Es ist ein umstrittenes Pilotprojekt, was die Fraktionsvorsitzende der CDU im Frankfurter Stadtteil tapfer verteidigt. Sie habe volle Verständnis dafür, das teure Räder einen sicheren Abstellplatz benötigen, sagte Claudia Ehrhard, aber es gehe auch um die Privatisierung des öffentlichen Raums. Zwölf Räder finden in dem Häuschen Platz, auf dessen Fläche sich aktuell drei Parkplätze für Autos befinden. Die sichere Unterbringung für die Luxusräder kostet die zwölf Nutzer, die die Stadt noch bestimmt, einmalig 380,- Euro für die Mietdauer von zehn Jahren. Die Nutzer müssen aber selbst für die Wartung, die Sauberkeit und für mögliche Reparaturen am Fahrradhäuschen aufkommen.

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Keine Subventionen

Die anderen Fraktionen im Frankfurter Stadtrat haben im Grunde nichts gegen das Radhäuschen. Nicht so gut kommt jedoch an, dass es auf öffentlichem Grund steht. Die Linken hätten sich einen öffentlichen Platz gewünscht, wie es ihn bereits an der Konstablerwache auf dem Friedberger Platz gibt. Das Ziel müssen langfristige und sichere Abstellplätze für Räder sein, an denen auch mit der Versicherung alles seine Ordnung hat. Die FDP hat andere Sorgen, sie befürchtet, dass jetzt jeder zweite Radfahrer in der Stadt ein solches Häuschen haben möchte. Diese Sorge ist allerdings unbegründet, denn die Flächen sind begrenzt. Einige Politiker können nicht verstehen, dass die Stadt Frankfurt die Kosten tragen muss. Da die Stadt das Häuschen mit 12.000 Euro subventioniert, ist es sinnvoller, über eine jährlich zu zahlende Miete nachzudenken.

Es gibt kaum Möglichkeiten, die Räder abzustellen

Die SPD im Stadtrat steht dem geplanten Fahrradabstellhaus grundsätzlich offen gegenüber. Die Partei verweist darauf, dass es besonders in den schönen alten Häusern aus der Gründerzeit kaum noch Möglichkeiten gibt, die Fahrräder abzustellen. Die Bewohner sind gezwungen, ihre Räder entweder an Bäumen oder an Zäunen abzustellen. Da das Fahrrad für die neue Mobilität in der Stadt der Zukunft steht, muss es auch ausreichend Abstellplätze geben. Die Grünen sind ebenfalls begeistert. Sie verweisen darauf, dass es diese Form des Abstellplatzes in anderen Städten schon lange gibt. Das Frankfurt jetzt nachzieht, begrüßen die Grünen ausdrücklich.

Noch ist die neue Abstellmöglichkeit für Fahrräder in der Testphase, aber das Häuschen für die sichere Aufbewahrung von Fahrrädern kommt. Die Frankfurter sind gespaltener Meinung. Während die einen die neuen Abstellplätze begrüßen, sind die anderen der Meinung, dass es den Radfahrern nicht besser gehen sollte als den Autofahrern. Die müssen schließlich auch nach freien Parkplätzen in der City suchen, die es oft nur mit viel Glück gibt. Viele stört, dass die Stadt das Ganze subventioniert. Ein oft genanntes Argument gegen die geplante Abstellfläche ist auch, dass Versicherungen eventuell nicht zahlen, wenn das Rad aus dem Häuschen verschwindet. Wenn sich herumspricht, dass dort besonders teure Räder zu finden sind, dann zieht das erst recht Diebe an.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / blasbike

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen.
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