Ein Sommerloch ist kein Anlass für Gesetzesverschärfungen

Frankfurt am Main (ots) – Nach der jüngsten Berichterstattung zur Telefonwerbung fordert der DDV mit Nachdruck eine differenzierte Analyse der Zahlen der Bundesnetzagentur und lehnt Gesetzesverschärfungen ab.

Bis zum 10. Juli dieses Jahres sind laut der Bundesregierung nur rund 29.000 gemeldete Beschwerden bei der Bundesnetzagentur eingegangen und 12 Bußgelder verhängt worden. Im Zuge dessen werden pauschal Gesetzesverschärfungen – so auch die Bestätigungslösung bei telefonisch geschlossenen Verträgen – gefordert. Der DDV weist darauf hin, dass der Verbraucher durch sein gesetzlich verbrieftes Widerrufsrecht hervorragend geschützt ist.

Die Meinung der Bundesregierung, dass die Beschwerdezahlen bei der Bundesnetzagentur durchaus Ausdruck eines geschärften Problembewusstseins sind und Verbraucher komplikationslos auf das vereinfachte Serviceangebot wie die überarbeitete Onlineplattform der Bundesnetzagentur zurückgreifen, teilt der DDV. Der Evaluationsbericht der Bundesregierung habe, so der DDV, aufgezeigt, dass die Gesetzesverschärfung von 2013 bereits seine positiven Wirkungen hinsichtlich unerlaubter Werbeanrufe aufzeige. DDV-Präsident Patrick Tapp sieht in der Forderung nach Gesetzesverschärfungen reine Stimmungsmache: „Das Sommerloch wird wieder einmal genutzt, um auf Stimmenfang zu gehen. Es ist falsch, die Zahlen der Bundesnetzagentur ohne weitere Analyse wie zum Beispiel der Beschwerdegründe und der entsprechenden Sachverhalte zum Anlass zu nehmen, Gesetzesverschärfungen im Bereich der Telefonwerbung zu fordern. Denn die reine quantitative Summe von Beschwerden sagt überhaupt nichts darüber aus, ob tatsächlich ein kriminelles Vorgehen seitens der Unternehmen vorliegt.“ Darüber hinaus müsse laut Tapp der Anteil von unseriösen Anrufen aus dem Ausland, in dem der DDV ein wesentliches Problem sieht, aufgeschlüsselt werden.

„Um Missständen zu begegnen und die Rechtsdurchsetzung zu verbessern, müssen die Beschwerdezahlen eingehend analysiert werden. Gesetzgeberische Schnellschüsse dämmen keine Kriminalität ein, sondern gehen nur zu Lasten der absolut seriös werbenden Wirtschaft. So unterwerfen sich zum Beispiel die DDV-Mitglieder einer strengen Selbstkontrolle, die sämtliche Forderungen der Bundesnetzagentur berücksichtigt“, so Tapp weiter.

Quellenangaben

Textquelle:DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e.V., übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/56536/4009830
Newsroom:DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e.V.
Pressekontakt:DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e.V.
Boris von Nagy
Leiter Kommunikation
Hahnstr. 70
60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 401 276 513
Fax: (069) 401 276 599
b.vonnagy@ddv.de
http://www.ddv.de

Das könnte Sie auch interessieren

Rohingya dürfen nicht vergessen werden Berlin/Freiburg (ots) - Gemeinsame Mitteilung von Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe Fast ein Jahr nach Beginn der brutalen Vertreibung der muslimischen Minderheit nach Bangladesch muss die Not der vertriebenen Rohingya endlich wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Das fordern Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe anlässlich ihrer gemeinsamen Aktion Die größte Katastrophe ist das Vergessen. "Dass wir aktuell seltener dramatische Bilder aus Bangladesch sehen, bedeutet nicht, dass auch die Not der Menschen verschwunden ist", sagt Cornelia Füllkrug-We...
Urlaubsbarometer 2018 München (ots) - - Besorgniserregender Trend: Absicherung medizinischer Notfälle im Ausland wird unwichtiger - Globale Unterschiede: Europäer wollen vor allem relaxen, Chinesen lernen und Sport treiben - Fernweh: Urlaub im Ausland ist bei den Europäern wieder stärker gefragt. Die paneuropäische Fußball EM in zwei Jahren ist als Ziel noch attraktiver als die WM 2018 64 Prozent der Deutschen planen 2018, in den Urlaub zu fahren. Neun Prozentpunkte mehr als noch 2016 und insgesamt der höchste Wert seit 2010. Noch reisefreudiger sind im europäischen Vergleich nur die Menschen in Frankreich (69 Proz...
Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG erweitert Vorstand Frankfurt (ots) - Die Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG, Frankfurt, hat Thorsten Zucht zum Vorstand ernannt. Der 43-jährige soll auf der neu geschaffenen Position bestehende Vertriebswege weiter ausbauen und neue erschließen. "Ich freue mich sehr, den Marktführer für die Immobilien-Verrentung in Deutschland künftig bei seinen ehrgeizigen Wachstumsplänen zu unterstützen", sagt Zucht. Angetreten hat er die neue Aufgabe bereits zum 2. Juli. Tätig war Thorsten Zucht zuletzt als Vorstand der PB Pensionsfonds AG in Hilden. Bei deren Muttergesellschaft, der PB Lebensversicherung AG, hatte er zugleic...
Die bessere Hälfte, Marktkommentar von Werner Rüppel Frankfurt (ots) - Das erste Halbjahr ist an den Kapitalmärkten recht holprig verlaufen. So sind die Aktienmärkte nach neuen Hochs im Januar im Februar heftig ins Trudeln geraten. Seitdem ist auch die zuvor deutlich zurückgegangen Volatilität, sprich das Aktienrisiko, wieder da. Die Bilanz fällt denn auch gemischt aus. Während die Aktie der Deutschen Bank im Halbjahr mehr als 40 Prozent an Wert verloren hat, legte die Deutsche Börse um rund 20  Prozent zu. Der Dax weist ein Minus von knapp 5  Prozent aus. Hingegen verzeichnet der US-Aktienmarkt, gemessen am S & P 500...
Nur noch jeder Zweite grillt mit Holzkohle – Gas beliebter als Elektro München (ots) - Holzkohlegrills immer unbeliebter - Anteil von 75 Prozent auf unter 50 Prozent gesunken / Preise für Grills steigen im Sommer - Kaufzeitpunkt aktuell günstig Grillen mit Kohle wird immer unbeliebter. Im vergangenen Jahr war nur noch jedes zweite über CHECK24 verkaufte Grillgerät ein Holzkohlegrill. 2016 lag der Anteil noch bei 75 Prozent. Der Trend zu Gas- und Elektrogrills zeichnet sich auch in den ersten Monaten des aktuellen Jahres ab. Etwa ein Drittel der verkauften Grills funktionieren mit Gas. Damit ist diese Art zu grillen deutlich beliebter als der Elektrogrill. Der kon...

Autor(in) presseportal.de

presseportal.de - Die große Online-Datenbank für Presseinformationen in Text, Bild, Audio und Video. Pressemitteilungen und Pressematerial zu sehr vielen verschiedenen Themen. Ein Service von news aktuell aus der dpa-Firmengruppe.