Deutscher Dokumentarfilmpreis: Zwölf Produktionen nominiert

Baden-Baden (ots) –

Verleihung am 29. Juni 2018 in Stuttgart im Rahmen des SWR Doku Festivals / insgesamt 37.000 Euro Preisgeld

Gestern und heute hat in Stuttgart die Jury für den Deutschen Dokumentarfilmpreis getagt. Aus 135 Einsendungen kamen zwölf Produktionen in die engere Auswahl für den Hauptpreis, fünf Filme wurden zusätzlich von einer Fachjury für den Preis der Opus GmbH vorgeschlagen. Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird am 29. Juni in Stuttgart verliehen. Das SWR Doku Festival findet vom 27. bis 30. Juni 2018 in Stuttgart statt.

Fünf Preise mit 37.000 Euro Preisgeld

Zusammen mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg vergibt der SWR seit 2003 den Deutschen Dokumentarfilmpreis, seit 2017 jährlich. Der Hauptpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird von SWR und MFG gestiftet. Erstmals gibt es einen weiteren Preis in Höhe von 5.000 Euro für einen dokumentarischen Film aus dem Bereich Musik, der von der Opus GmbH gestiftet wird. Über diesen Preis befindet eine eigene Fachjury. Einen Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro vergibt das Haus des Dokumentarfilms. Die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur vergibt einen mit 5.000 Euro dotierten Preis für einen Film über Künstler oder die Entstehung von Kunst. Über diese Preise entscheidet eine Jury aus sieben Repräsentanten aus den Bereichen des Film- und Kunstschaffens aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch die Stuttgarter Zeitung engagiert sich wieder und vergibt den „Preis der Leserjury der Stuttgarter Zeitung“.

Nominierte Produktionen

Deutscher Dokumentarfilmpreis „A Gravame“, Regie: Peter Rippl; „Eldorado“, Buch und Regie: Markus Imhoof; „Familienleben“, Buch und Regie: Roswitha Ziegler; „Of Fathers and Sons“, Buch und Regie: Talal Derki; „Sewol -Die gelbe Zeit“, Buch und Regie: Minsu Park; „Shut up and play the piano“, Buch und Regie: Philipp Jedicke; „System Error“, Buch und Regie: Florian Opitz; „Taste of Cement“, Buch und Regie: Ziad Kalthoum; „The Cleaners“, Buch und Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck; „The Poetess“, Buch und Regie: Stefanie Brockhaus, Andreas Wolff; „Waldheims Walzer“, Buch und Regie: Ruth Beckermann; „Wenn Gott schläft“, Buch und Regie: Till Schauder.

Preis der Opus GmbH für einen Film aus dem Bereich Musik „Bunch of Kunst“. Buch und Regie: Christine Franz; „Shut up and play the piano“, Buch und Regie: Philipp Jedicke; „The Potential of Noise“ – Conny Plank“, Buch und Regie: Stephan Plank und Reto Caduff; „Wenn Gott schläft“, Buch und Regie: Till Schauder; „You’ll never walk alone“, Buch und Regie: André Schäfer.

Die Jury

Wiltrud Baier (Filmemacherin, Produzentin „Böller und Brot“); David Bernet (Filmemacher und Gewinner des Hauptpreises 2017 und des Leserpreises der Stuttgarter Zeitung für „Democracy“); Ulrike Groos, (Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart); Annett Ilijew (Filmemacherin „Somos Cuba“ und Schnittmeisterin); Pia Lenz (Filmemacherin, Gewinnerin des „Grimmepreis 2018“ für „Alles Gut“); Klaudia Wick (Leiterin audiovisuelles Erbe – Fernsehen – an der Stiftung Deutsche Kinemathek); Fritz Wolf (Publizist, Spezialgebiet Dokumentarfilm). Die Fachjury für den Preis der Opus GmbH: Sven Meyer (Geschäftsführer Opus GmbH, Promoter Couchsurfer); Jürgen Schlensog (Geschäftsführer Opus GmbH, Promoter jazzopen stuttgart); Thorsten Schütte (Filmemacher, u. a. „Frank Zappa – Eat that Question“)

Fülle von Einsendungen

Festivalleiter Goggo Gensch zu den Nominierungen: „135 Einsendungen zeigen eindrucksvoll, dass das SWR Doku Festival und mit ihm der Deutsche Dokumentarfilmpreis bei den Filmemachern angekommen ist. Die nominierten Filme versprechen einen spannenden Wettbewerb. Mit ihren unterschiedlichen Themen beweisen die Filme, wie sehr der Dokumentarfilm geeignet ist über den Zustand unserer Zeit Auskunft zu geben. Zudem spiegeln sie die große Vielfalt dieser Kunstform mit all ihren Spielarten.“

Verleihung im Rahmen des SWR Doku Festivals 2018 Die Preise werden am 29. Juni im Rahmen des zweiten SWR Doku Festivals vergeben. Es findet vom 27. bis 30. Juni 2018 im Stuttgarter Metropol-Kino und im Haus der Katholischen Kirche auf der Königstraße statt. Alle nominierten Filme werden auf diesem Festival öffentlich aufgeführt, darüber hinaus gibt es Workshops zur dokumentarischen Filmarbeit für Schüler und die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit Filmemachern. Gefördert wird das Festival durch das Haus des Dokumentarfilms Europäisches Medienforum Stuttgart e.V., die Landeshauptstadt Stuttgart, die LFK – Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg Anstalt des öffentlichen Rechts, die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur, die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, die Opus GmbH und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Deutscher Dokumentarfilmpreis 2018

Nominierungen Hauptpreis: Deutscher Dokumentarfilmpreis, Förderpreis der Norbert Daldrop Stiftung, Förderpreis Haus des Dokumentarfilms, Leserpreis Stuttgarter Zeitung

„A Gravame“ Deutschland 2017; 72 Min.; Buch und Regie: Peter Rippl; Produzent: best before filmproduktion; Koproduktion: Hessischer Rundfunk; Filmförderung: Kulturelle Filmförderung Hessen, Filmstiftung NRW.

„Eldorado“ Deutschland, Schweiz 2018; 92 Min.; Produzent: zero one film GmbH; Koproduktion: Pierre-Alain Meier, Markus Imhoof, Thelma Film, Ormenis Film, SRF, SRG SSR, Bayerischer Rundfunk; Filmförderung: BKM, Filmförderungsanstalt und FilmFernsehFonds Bayern, sowie von Bundesamt für Kultur (EDI), Cinéforum und Loterie Romande, Zürcher Filmstiftung, Kulturfonds Suissimage, Marlies Kornfeld, Volkart Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Werner Merzbacher, UBS Kulturstiftung, Succès Passage Antenne und Succès Cinéma.

„Familienleben“ Deutschland 2018; 96 Min.; Buch und Regie: Roswitha Ziegler; Produzent: Wendländische Filmkooperative; Koproduktion: NDR; Filmförderung: Nordmedia Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

„Of Fathers and Sons“ Deutschland 2017; 98 Min.; Buch und Regie: Talal Derki; Produzent: BASIS BERLIN Filmproduktion; Koproduktion: Hans Robert Eisenhauer für Ventana Film, Talal Derki für Cinema Group Production, SWR; Filmförderung: Medienboard Berlin-Brandenburg (Entwicklung und Produktion), Sundance Documentary Fund (Entwicklung und Postproduktion), Arab Fund for Arts and Culture, IDFA Bertha Fund Europe, Screen Institute Beirut, Doha Film Institute Postproduction Grant.

„Sewol – Die gelbe Zeit“ Deutschland 2017; 86 Min.; Buch und Regie: Minsu Park; Produzent: Christine Ajayi, Nominal Film, Bayerischer Rundfunk; Koproduktion: HFF München.

„Shut up and play the piano“ Deutschland 2018; 82 Min.; Buch und Regie: Philipp Jedicke; Produzent: Rapid Eye Movies; Koproduzenten: Gentle Threat (Melinda Cody, Chilly Gonzales); Filmförderung: Film und Medienstiftung NRW.

„System Error“ Deutschland 2018; 96 Min.; Buch und Regie: Florian Opitz; Produzent: Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH, Florian Opitz, Spring Productions; Koproduktion: WDR, BR in Zusammenarbeit mit ARTE; Filmförderung: Film- und Medienstiftung NRW, BKM, FFA, DFFF.

„Taste of Cement“ Deutschland, Libanon, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar 2017; 85 Min.; Buch und Regie: Ziad Kalthoum; Produzent: BASIS BERLIN Filmproduktion GmbH; Koproduktion: Ali Atassi (Bidayyat for Audiovisual Arts, Libanon); Filmförderung: Doha Film Institute Arab Fund for Arts and Culture Enjaaz.

„The Cleaners“ Deutschland 2018; 88 Min.; Buch und Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck; Produzent: Gebrüder Beetz Filmproduktion; Koproduktion Griffa Filmes, WDR, NDR, rbb, VPRO und I Wonder Pictures in Zusammenarbeit mit Motto Pictures, arte, NHK, BBC, PlayTV, PRO PUBLICA, BBC, SVT, RTS, RTBF, ORF, DR, RSI, Yes Docu, YLE, VGTV, RTV, LRT; Filmförderung: Creative Europe – MEDIA Program of the European Union, FSA, Ancine, BRDE, Film- und Medienstiftung NRW Mit Unterstützung von Blue Ice Docs.

„The Poetess“ Deutschland 2017; 88 Min.; Buch und Regie: Stefanie Brockhaus, Andreas Wolff; Produzent: Brockhaus/Wolff Films; Koproduzent: ZDF – Das Kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE; Filmförderung: FilmFernsehFonds Bayern, SANAD Abu Dhabi Film Fund.

„Waldheims Walzer“ Österreich 2018; 92 Min.; Buch und Regie: Ruth Beckermann; Produzent: Ruth Beckermann Filmproduktion; Filmförderung: ÖFI, FFW, ORF, FISA.

„Wenn Gott schläft“ Deutschland 2017; 90 Min.; Buch und Regie: Till Schauder; Produzent: Till Schauder Filmproduktion; Koproduktion: Partner Pictures, WDR; Filmförderung: Film und Medienstiftung NRW (Gerd Ruge Stipendium) FFA (Entwicklung, Drehbuch, Produktion).

Nominierungen Preis der Opus GmbH:

„Bunch of Kunst“ Deutschland 2017; 103 Min.; Buch und Regie: Christine Franz; Produzent: Magnetfilm;

„Shut up and play the piano“ Buch und Regie: Philipp Jedicke. Deutschland 2018; 82 Min.; Buch und Regie: Philipp Jedicke; Produzent: Rapid Eye Movies; Coproduzenten: Gentle Threat (Melinda Cody, Chilly Gonzales); Filmförderung: Film und Medienstiftung NRW

„The Potential of Noise – Conny Plank

Deutschland 2017; 80 Min.; Buch und Regie: Stephan Plank und Reto Caduff; Produzent: Sugar Town Filmproduktion, Seneschall; Koproduktion: Cine +, WDR in Zusammenarbeit mit ARTE und zischlermann filmproduktion; Filmförderung: BKM FFA DFFF Filmstiftung

„Wenn Gott schläft“ Deutschland 2017; 90 Min.; Buch und Regie: Till Schauder; Produzent: Till Schauder Filmproduktion; Koproduktion: Partner Pictures, WDR; Filmförderung: Film und Medienstiftung NRW (Gerd Ruge Stipendium) FFA (Entwicklung, Drehbuch, Produktion).

„You’ll never walk alone“ Deutschland 2017; 100 Min.; Buch und Regie: André Schäfer; Produzent: Florianfilm Produktion Marianne Schäfer; Filmförderung: Film und Medien Stiftung NRW Deutscher Filmförderfonds

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3947705
Newsroom:SWR - Südwestrundfunk
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