„Nachtcafé: Traumwelt Adel – zwischen Faszination und Fassade“

Baden-Baden (ots) –

Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Desirée Nick, die eine heimliche Beziehung mit einem Adligen führte / Freitag, 18. Mai 2018, 22 Uhr, SWR Fernsehen

Sie werden gefeiert wie Popstars und von Paparazzi gnadenlos gejagt: Adelsfamilien versprühen bis heute nicht nur Glanz und Gloria, sie werden teilweise wie Heilige verehrt. Am 19. Mai 2018 werden königliche Hochzeitsglocken läuten: Schauplatz ist die St. George’s Kapelle von Schloss Windsor – mit Prinz Harry und Meghan Markle. Das gigantische Medienereignis des Ja-Wortes und der anschließenden Kutschfahrt durch die Stadt werden etwa drei Milliarden Royal-Fans weltweit verfolgen. Es herrscht Ausnahmezustand – in jeder Hinsicht. Die Erwartungen an Adelsfamilien sind hoch, doch oftmals spielt sich hinter verschlossener Tür ein Leben zwischen strenger Etikette, Einsamkeit und Intrigen ab. Was fasziniert an dieser Welt, die ihre eigenen Regeln pflegt? Warum fühlen wir uns von der blaublütigen Glitzerwelt so angezogen? Adel verpflichtet – aber wozu? Darüber spricht Michael Steinbrecher mit seinen Gästen im „Nachtcafé: Traumwelt Adel – zwischen Faszination und Fassade“ am Freitag, 18. Mai, 22 Uhr, im SWR Fernsehen.

Die Gäste im „Nachtcafé“:

Evelyn-Marie Seidel ist großer Royal-Fan Die Hochzeit der Royals nur im Fernsehen anschauen? Das wäre für Evelyn-Marie Seidel eindeutig zu wenig. Für die Gründerin des „Lady-Di-Gedächtnis-Clubs“ ist es ein absolutes „Muss“, nach London zu reisen. Bereits als Kind war sie Fan des britischen Königshauses: „Ich mochte schon immer Prinzessinnen und Märchen – und fand es immer schön, mich in diese Welt zu träumen“, so die Verehrerin der Windsors.

Desirée Nick führte eine heimliche Beziehung mit einem Adligen Etikette und Stil – das schreibt man dem Hochadel zu. Dass diese Noblesse aber auch erbarmungslose Seiten haben kann, hat Entertainerin Desirée Nick erfahren müssen. Über Jahre führte sie eine heimliche Beziehung mit einem Prinzen aus bestem Welfenhause. Doch als sie schwanger wurde, lernte sie eine weniger edelmütige Seite kennen: „Er stand öffentlich weder zu mir, noch zu unserem Kind. Nicht mal seinen finanziellen Verpflichtungen kam er nach“.

Karl-Heinz Richard Fürst von Sayn-Wittgenstein wurde durch eine Adoption zum Fürsten Karl-Heinz Richard Fürst von Sayn-Wittgenstein führt zwar einen wohlklingenden Namen, stammt aber aus einer einfachen Regensburger Arbeiterfamilie. Eine Begegnung in einer Metzgerei sorgte dafür, dass er bereits als kleiner Junge zum Fürsten wurde. Dank einer Adoption öffnen sich seitdem Tür und Tor in die Welt der Reichen und Schönen: „Es gibt zwei korrekte Ansprachen für mich: Hochgeboren und Durchlaucht!“.

Caroline Freifrau von Wangenheim war Schlossherrin und leitet nun eine Hundepension Caroline Freifrau von Wangenheim fühlt sich der Tradition einer Adelsfamilie verbunden, deren Stammbaum bis ins zwölfte Jahrhundert zurückgeht. Dennoch wuchs sie ohne Prunk und Luxus auf. Durch ihre Heirat mit einem Baron wurde ihr Traum aber dann doch noch wahr – sie stieg zur Schlossherrin auf: „In diesem Moment hatte ich das Gefühl, endlich angekommen zu sein.“ Doch hinter der Fassade brodelte es gewaltig. Seit ihrer Scheidung leitet sie eine Hundepension und ist wieder auf adeliger Partnersuche.

König Nana Adutwum Barinah regiert sein Volk via Skype Tagsüber arbeitet Didi de Graft als Obst- und Gemüsefachberater für eine Bielefelder Supermarktkette. Nach Feierabend nimmt er das Zepter in die Hand und regiert von seinem Wohnzimmer aus ein ganzes Volk in 7500 Kilometer Entfernung: Unweit der Elfenbeinküste erstreckt sich das Reich von König Nana Adutwum Barinah. Dort ist er Oberhaupt eines Volksstammes, dem zehntausend Menschen angehören: „Ich entscheide über Bauprojekte, schlichte Streitigkeiten und nehme Eheschließungen vor. Und das alles via Skype.“

Rolf Seelmann-Eggebert ist Journalist und Royal-Experte Wenn es um die große Berichterstattung in der Adelswelt geht, ist Rolf Seelmann-Eggebert ein gefragter Experte. Der royale Reporter gilt mittlerweile selbst als Institution, denn seit knapp 40 Jahren ist er bei wichtigen Ereignissen rund um die Königshäuser im Einsatz. Er punktet mit fundiertem Fachwissen – königliche Intrigen und Skandale interessieren ihn weniger: „Es gibt den Begriff der ‚Magie der Krone‘ und diese Magie muss erhalten bleiben. Deshalb sollte auch nicht jedes kleinste Detail nach außen dringen.“

„Nachtcafé“ – anspruchsvoller Talk auf Augenhöhe Das „Nachtcafé“ ist seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Talkshows im deutschen Fernsehen. Jeden Freitagabend begrüßt Moderator Michael Steinbrecher Menschen mit besonderen Lebensgeschichten, darunter auch Prominente und Experten, um sich gemeinsam mit ihnen mit einem Thema auseinanderzusetzen.

„Nachtcafé: Traumwelt Adel – zwischen Faszination und Fassade“ am Freitag, 18. Mai 2018, 22 Uhr im SWR Fernsehen

Fotos über www.ARD-Foto.de

Quellenangaben

Bildquelle:obs/SWR – Südwestrundfunk
Textquelle:SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle:https://www.presseportal.de/pm/7169/3944063
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