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Feier- u. Gedenktage im Herbst - Seite 4 |
Martinstag (11. November)
Der Martinstag wurde nach dem des Heiligen Martin von Tours (* um 316/317; † 8.12.397) benannt. Er war der dritte Bischof von Tours und ist einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche.
Der Legende nach soll Martin an einem eiskalten Tag im Winter am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann, der erbämlich fror, begegnet sein. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen.
Der Martinstag ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Sankt-Martins-Umzug, das Martinssingen und das Martinsfeuer.
Sankt-Martins-Umzug
Am Martinstag wird vielerorts zur Abendstunde in einem Gottesdienst des Lebens des Heiligen Martin gedacht und danach machen sich die Kinder mit den Laternen auf zur Lichterprozession.
Martinssingen
Im Anschluß an den Martinszug wird mancherorts noch das Martinssingen praktiziert, bei dem die Kinder mit ihren Laternen von Haus zu Haus ziehen und mit Gesang Süßigkeiten, Gebäck, Obst und andere Gaben erbitten.
Martinsfeuer
Am Martinstag werden zur Abendstunde Martinsfeuer entfacht. Dabei wird das Feuer als Symbol verstanden - es bringt Licht in das Dunkle. Im christlichen Glauben erinnert das Licht an Jesus Christus.
Das größte Martinsfeuer Frankfurts findet am 11.11. im Günthersburgpark im Frankfurter Stadtteil Nordend statt.
Martinsgans
Auch die Martinsgans ist heute weit verbreitet. Die Gans als Symbol für den Heiligen Martin ist ein Brauch, der sich auf eine Legende beruft.
Martin wehrte sich angeblich dagegen Bischof zu werden und so versteckte er sich in einem Stall. Doch die schnatternden Gänse verrieten ihn, und er mußte das Bischofsamt annehmen.
Seitdem müssen jedes Jahr viele Gänse für ihren "Verrat" mit dem Leben “bezahlen". |
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