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 56. Frankfurter Buchmesse vom 6. - 10. Oktober 2004zurück 

Buchmessen-Bilanz 2004
Die 56. Frankfurter Buchmesse hat ein deutliches Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung der Branche gesetzt. Kräftige Auftragssteigerungen konnten die Verlage verzeichnen.

Rund 6700 Aussteller aus 111 Ländern präsentierten mehr als 350.000 Titel. Gut 150.000 Fachbesucher und an den Publikumstagen am Wochenende mehr als 100.000 Litraturbegeisterte bestätigen die erfreuliche Messebilanz.



56. Frankfurter Buchmesse vom 6. - 10. Oktober 2004
Für fünf Tage im Oktober ist Frankfurt der Schauplatz der wichtigsten Messe der Welt für Buch, Multimedia und Kommunikation. Rund 250.000 Besucher, darunter 10.000 Journalisten, sowie mehr als 1000 Autoren aus aller Herren Länder werden in der Mainmetropole erwartet.

Die Frankfurter Buchmesse ist der Treffpunkt für Autoren und Verleger, Buchhändler und Bibliothekare, Kunsthändler und Illustratoren, Agenten und Journalisten, Vertreter der Neuen Medien, aber auch dem interessierten Leser.

Bei der Buchmesse geht es schon lange nicht mehr nur um das geschriebene Buch. Die elektronischen Medien sind längst etabliert.

Ein weitere Schwerpunkt der Buchmesse Frankfurt ist die "Faszination Comic". Zahlreiche Aussteller aus Deutschland, Frankreich, USA, Belgien, Japan und vielen anderen Ländern zeigen ihre aktuelle Comic-Arbeiten.

Einer der Höhepunkte der Buchmesse Frankfurt ist in jedem Jahr das Gastland. Als Ehrengast präsentiert sich diesmal die "Arabische Welt".


Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels wird seit 1950 während der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestiftet.

Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die im besonderen durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben.

Erster Friedenspreisträger war 1950 Max Tau. Große Persönlichkeiten, wie Albert Schweitzer, Theodor Heuss, Ernst Bloch, Max Frisch, Astrid Lindgren, Yehudi Menuhin, Vaclav Havel, Mario Vargas Llosa, Fritz Stern, Jürgen Habermas und Susan Sontag folgten.


Der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Mit Péter Esterházy ehrt der Börsenverein einen Schriftsteller, der als eine weithin vernehmbare Stimme der Nachgeborenen die Zerstörung des Menschen durch Terror und Gewalt und seine Wiederauferstehung in Trauer und Ironie gestaltet".

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird während der Frankfurter Buchmesse am 10. Oktober in der Paulskirche verliehen.

Der 53-Jährige Esterházy lebt in Budapest, ist verheiratet und hat vier Kinder.

Er stammt aus einer alten aristokratischen und vermögenden Familie, die nach der Machtergreifung der Kommunisten 1948 enteignet und deportiert wurde.

Esterházy studierte Mathematik an der Universität Budapest und arbeitete anschließend vier Jahre als Systemorganisator im Ministerium für Hütten- und Maschinenbauindustrie. Seit 1978 ist er freiberuflicher Schriftsteller.

Bekannte Bücher aus seiner Anfangszeit sind "Wer haftet für die Sicherheit der Lady", "Kleine ungarische Pornographie" und sein 2002 auf deutsch erschienener Erstling "Francsiko und Pinta".

Als sein Hauptwerk gilt jedoch die im Jahr 2000 erschienene "Harmonia Caelestis".

Das Buch, welches im ersten Teil die Geschichte des Adelsgeschlechts Esterhazy und im zweiten die der konkreten Familie Esterházy nach 1945 beschreibt, wurde in Ungarn als Jahrhundertroman über die ungarisch-europäische Geschichte gefeiert.

Nachdem das Buch fertig war, erfuhr Esterházy, daß sein Vater, dem er in dem Roman ein Denkmal gesetzt hatte, inoffizieller Mitarbeiter der ungarischen Staatssicherheit war.

Die 900 Seiten starke Täterakte seines Vaters verarbeitete Esterházy zu einem weiteren Buch, welches er der "Harmonia Caelestis" als "Verbesserte Ausgabe" (erschienen April 2003) beilegte.


56. Frankfurter Buchmesse 2004
 Die Buchmesse im Internet
  Ausstellungsort: Messe Frankfurt
Öffnungszeiten für Fachbesucher und Presse:
Mi. bis Sa. 9-18.30, So. 9-17.30 Uhr
Öffnungszeiten für Privatbesucher:
Sa. 9-18.30 Uhr, So. 9-17.30 Uhr
Eintrittspreise für Privatbesucher (Tageskasse):
Tageskarte: € 9 - Wochenendkarte: € 25
 
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B u c h t i p p
Verbesserte Ausgabe
von Péter Esterházy
Preis: EUR 22,00
Geb. Ausgabe, 304 S.
ISBN: 3827004977
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