| 55. Frankfurter Buchmesse vom 8. - 13. Oktober 2003 | zurück |
Für sechs Tage im Oktober ist Frankfurt der Schauplatz der wichtigsten Messe der Welt für Buch, Multimedia und Kommunikation. Rund 350.000 Besucher, darunter 10.000 Journalisten, sowie mehr als 1000 Autoren aus aller Herren Länder werden in der Mainmetropole erwartet.
Die Frankfurter Buchmesse ist der Treffpunkt für Autoren und Verleger, Buchhändler und Bibliothekare, Kunsthändler und Illustratoren, Agenten und Journalisten, Vertreter der Neuen Medien, aber auch dem interessierten Leser.
Bei der Buchmesse geht es schon lange nicht mehr nur um das geschriebene Buch. Die elektronischen Medien sind längst etabliert.
Ein weitere Schwerpunkt der Buchmesse Frankfurt ist die "Faszination Comic". Zahlreiche Aussteller aus Deutschland, Frankreich, USA, Belgien, Japan und vielen anderen Ländern zeigen ihre aktuelle Comic-Arbeiten.
Einer der Höhepunkte der Buchmesse Frankfurt ist in jedem Jahr das Gastland.
Die Teilnahme Russlands als Gastland an der diesjährigen Buchmesse ist Bestandteil und gleichzeitig Höhepunkt einer großangelegten Vorstellung Russlands im Rahmen des deutsch-russischen Kulturdialogs. Mehr zum Thema finden Sie auf der Website des Gastlands Russland.
Mehr als 2500 Veranstaltungen wird es in diesem Jahr bei der Frankfurter Buchmesse geben. Ein Viertel der Angebote stehe in Zusammenhang mit dem Gastland Russland. Dazu gehörten Ausstellungen, Filme, Theater und Musik genauso wie Begegnungen mit russischen Literaten.
Friday Night Fever
Für 5 Euro Eintritt ist die Buchmesse freitags von 16 bis 20.30 Uhr nun auch für das allgemeine Publikum geöffnet. Anschließend lädt Wladimir Kaminer zur Russendisko in Halle 1.2 ein.
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels wird seit 1950 während der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche verliehen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gestiftet.
Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die im besonderen durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben.
Erster Friedenspreisträger war 1950 Max Tau. Große Persönlichkeiten, wie Albert Schweitzer, Theodor Heuss, Ernst Bloch, Max Frisch, Astrid Lindgren, Yehudi Menuhin, Vaclav Havel, Mario Vargas Llosa, Fritz Stern und Jürgen Habermas folgten.
Susan Sontag, US-amerikanische Schriftstellerin und Kulturtheoretikerin, erhält 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels,
In einer Welt der gefälschten Bilder und der verstümmelten Wahrheiten sei Sontag für die Würde des freien Denkens eingetreten, hieß es zur Begründung. Treffender hätte man ihren Beitrag für die Gesundheit des intellektuellen Klimas in ihrer Heimat USA kaum zusammen- fassen können.
Die 70-Jährige Susan Sontag hat nie ein Blatt vor den Mund genommen. Leider gelte es in ihrem Land als unpatriotisch, zur Regierungspolitik etwas anderes zu sagen außer "ich stehe hinter meinem Präsidenten". "Einer Demokratie unwürdig" warf sie Politik und Medien nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA Täuschung und Desinformation vor. "Sei patriotisch und denk nicht!" Susan Sontag über den hegemonialen Feldzug der Amerikaner im Nahen Osten.
Susan Sontag, 1933 in New York geboren, zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen US-Autorinnen. Internationale Anerkennung erwarb sie sich vor allem mit ihren kunst-, kultur- und zeitkritischen Essays. Sie veröffentlichte aber auch Romane, Kurzgeschichten und Theater- stücke. In einigen Filmen führte sie Regie. Ihre Werke wurden in 23 Sprachen übersetzt.
Hessischer Filmpreis wird erstmals bei Buchmessen-Gala verliehen
Mit einer Gala im Rahmen der Buchmesse wird der mit 177.000 Euro dotierte Hessische Film- und Kinopreis am 9. Oktober erstmals in Frankfurt verliehen. Moderiert wird die Gala von den Schauspielern Anna Thalbach und Hanns Zischler.
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 Die Buchmesse im Internet |
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Ausstellungsort: Messe Frankfurt
Öffnungszeiten für Fachbesucher und Presse: Mi.+Do. 9-18.30, Fr. 9-20.30, Sa+So. 9-18.30, Mo. 9-13 Uhr
Öffnungszeiten für Privatbesucher: Fr. 16-22 Uhr, Sa. + So. 9-18.30 Uhr, Mo. 9-13 Uhr
Eintrittspreise für Privatbesucher (Tageskasse): Tageskarte: € 9 - Wochenendkarte: € 25
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| Übernachtungen |
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| B u c h t i p p |
In Amerika
von Susan Sontag
Preis: EUR 24,90
Geb. Ausgabe, 478 S.
ISBN: 3446200916
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