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Rundgang - Station 8: Goethehaus und Museum |
Das Goethe-Haus im Großen Hirschgraben war bis 1795 der Wohnsitz der Familie Goethe.
„Mit dem Glockenschlage zwölf", wie Johann Wolfgang Goethe in „Dichtung und Wahrheit" berichtete, kam er am 28. August 1749 zur Welt und verbrachte hier seine Jugendjahre.
1795 verkaufte die Familie das Haus.
Nach der Kriegszerstörung am 22.3.1944 wurde das Elternhaus Goethes wiederaufgebaut und mit den erhalten gebliebenen alten Einrichtungsgegenständen ausgestattet.
Das Goethe-Haus ist typisch für die bürgerliche Wohnkultur im Spätbarock und lohnt einen Besuch nicht nur wegen seines berühmten Bewohners.
Der Besuch bietet einen interessanten Einblick in den Lebensstil des 18. Jahrhunderts.
Zwar entspricht die Einrichtung nicht mehr dem Original, aber man hat versucht, die einzelnen Zimmer möglichst originalgetreu wieder herzurichten.
Goethes Studierzimmer im zweiten Obergeschoß ist ausgestattet, wie es einst war. Hier schuf der Meister den „Götz von Berlichingen", den „Urfaust" und „Die Leiden des jungen Werther".
Das Goethe-Haus ist im Besitz der Stiftung Freies Deutsches Hochstift, die auch das mit dem Goethe-Haus verbundene Goethe-Museum betreibt.
Alljährlich besichtigen über 130000 Menschen aus aller Welt die Räume des Goethe-Hauses.
Die Staatszimmer im ersten Stock, das Musikzimmer, die Bibliothek des Vaters, das Studierzimmer im zweiten Stock und das Geburtszimmer des Dichterfürsten mit der Taufanzeige.
Direkt neben dem Goethe-Haus ist das Goethe-Museum untergebracht. Dort befindet sich die einzige Gemäldegalerie, die sich ausschließlich der Goethezeit widmet.
Das Goethe-Museum präsentiert eine umfangreiche Sammlung mit Gemälden, Grafiken und Büsten des 18. und 19. Jahrhunderts vom Spätbarock über Klassizismus bis Romantik und Biedermeier.
Anschaulich zeigt dies das Verhältnis des Dichters zur Kunst und zu Künstlern wie Johann Heinrich Füssli, Caspar David Friedrich und Frankfurter Malern.
Die Handschriften-Sammlung umfaßt etwa 40.000 Einheiten. Schwerpunkte sind: Johann Wolfgang Goethe und seine Zeitgenossen, wie Clemens Brentano, Bettine und Achim von Arnim sowie Joseph von Eichendorff und Hugo von Hofmannsthal.
Die Graphische Sammlung enthält ca. 15.000 Objekte, die sich vornehmlich auf Goethe und seinen Kreis sowie auf die Romantik beziehen.
Kommende Ausstellung:
Wie stellt man Literatur aus? Sieben Vorschläge zu Goethes 'Wilhelm Meister' (28.08. - 01.11.2010)
Sieben Ausstellungsteams präsentieren ihre je eigene Variante zum gemeinsamen Thema ‚Wilhelm Meister'. Die Schau im Arkadensaal zeigt damit ein Kaleidoskop von unterschiedlichen Möglichkeiten, sich Goethes Roman im Medium der Ausstellung zu widmen.
Ein Projekt des Literaturreferates im Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift.
Goethe-Haus/Goethe-Museum · Großer Hirschgraben 23 · 60311 Frankfurt Tel. (069) 13880-0 · Fax: (069) 13880-222
Öffnungszeiten: Mo - Sa 10-18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 10-17.30 Uhr
Kostenlose öffentliche Führungen: täglich 14.00 und 16.00 Uhr
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Johann Wolfgang von Goethe war ein Universalgenie.
Er war gleichermaßen Dichter, Schriftsteller, Philosoph, Naturwissenschaftler, Jurist und Staatsmann.
Goethe hat in seinem Leben viele Frauen geliebt. Sie waren ihm immer auch Inspiration zu neuen Dichtungen.
Auch die Freundschaft mit Schiller beflügelte seine Schaffenskraft.
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Kurzbiographie
Johann Wolfgang Goethe (das "von" wurde ihm erst 1782 verliehen) wurde am 28.08.1749 in Frankfurt am Main geboren und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf.
In Leipzig und Straßburg studierte er auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaften. Nach Abschluß seines Studiums arbeitete Goethe als Rechtsanwalt in Frankfurt.
1775 folgte er einem Ruf des Herzogs Karl August nach Weimar, wo er Ministeraufgaben übernahm. 1786-1788 erste Italienreise, 1790 zweite Italienreise.
1804 Ernennung Goethes zum Wirklichen Geheimen Rat. 1808 Begegnung mit Napoleon in Erfurt. 1815 wird Goethe Staatsminister.
Goethe stirbt am 22.03.1832 im Alter von 82 Jahren in Weimar.
Seine bedeutendsten Werke: Götz von Berlichingen (1774), Die Leiden des jungen Werther (1774), Iphigenie auf Tauris ((1786), Egmont (1788), Torquato Tasso (1789), Wilhelm Meisters Lehrjahre (1796), Faust I (1806), Dichtung und Wahrheit (1811-13), Westöstlicher Divan (1819), Faust II (1831)
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