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Frankfurter Mundart - eine kurze Einführung |
"Frankforderisch", wie man die Frankfurter Mundart nennt, wird heutzutage nur noch von wenigen Einwohnern der Mainmetropole beherrscht.
Die gebürtigen Frankfurter befinden sich längst in der Unterzahl. Außerdem galt es lange als unschick Dialekt zu sprechen.
Zum Glück wird die Frankfurter Mundart seit einigen Jahren wieder zunehmend gepflegt.
- So gibt es seit einiger Zeit wieder Stadt- und Stadtteilführungen auf "Frankforderisch".
- Mundartpoeten und Liedermacher, wie Rainer Weisbecker und Mario Gesiarz, präsentieren ein echt frankfurterisches Kleinkunstprogramm.
- Das Frankfurter Volkstheater spielt auch Klassiker in Frankfurter Mundart.
- Institutionen, wie die "Freunde Frankfurts", engagieren sich sehr um die Pflege des Frankfurter Brauchtums.
- Große Verdienste um die Hessische Mundart haben sich auch die "Bembelrocker" der Rodgau Monotones mit Hits wie "Erbarme die Hesse komme" und "Ei guuude wie" erworben.
Pflichtlektüre für alle Mundart-Interessierten sind die Gedichte und Geschichten des großen Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze.
Ein schönes Beispiel ist eines seiner bekanntesten Gedichte
"wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei" - quasi eine Hommage an seine Vaterstadt.
Das bekannte Apfelweinlied "Die Fraa Rauscher aus de Klappergass" ist ein weiteres, sehr originelles Beispiel für die Frankfurter Mundart.
Hinweis: Einige Bücher rund um die Frankfurter Mundart finden Sie in unserem Bookshop. Viele Publikationen zu Frankfurt und der Frankfurter Mundart sind im Verlag M. Naumann erschienen.
Für den interessierten Besucher der Mainmetropole und natürlich für alle "Neu-Frankfurter", auf Frankforderisch "Eigeplackte", bietet frankfurt-interaktiv.de den "Kleinen Mundart-Sprachführer" an. Er beinhaltet eine Zusammenstellung der gebräuchlichsten Ausdrücke.
Was jeder wissen sollte
Zur Begrüßung sagt man "Ei guuude wiie?" und die Aufforderung einem zuzuhören lautet "Ei horsche maa"!
Mit "dribbdebach" ist die Sachsenhäuser Mainseite und mit "hibbdebach" ist die Frankfurter Mainseite gemeint.
Das Frankfurter Nationalgetränk, der Apfelwein, wird Ebbelwoi, Äppler oder Stöffche genannt.
Ein "Schöppsche petze" bedeutet ein kleines Glas Apfelwein trinken.
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