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Schirn Kunsthalle Frankfurt |
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt wurde am 28. Februar 1986 am Römerberg eröffnet und ist eines der renommiertesten Ausstellungshäuser Europas.
Der Begriff „Schirn" bezeichnet ursprünglich einen „offenen Verkaufsstand". Bis weit in das 19. Jahrhundert befanden sich „an der Schern" die Verkaufsstände der Frankfurter Metzgerzunft.
Seit 1986 wurden über 170 Ausstellungen realisiert, darunter große Übersichtsausstellungen zum Wiener Jugendstil, Expressionismus, Dada und Surrealismus, zur Geschichte der Fotografie oder zu aktuellen Positionen in der Soundart, zu Themen wie Shopping - Kunst und Konsum, der visuellen Kunst der Stalinzeit, den Nazarenern oder der neuen Romantik in der Kunst der Gegenwart.
Künstler wie Wassily Kandinsky, Marc Chagall, Alberto Giacometti, Frida Kahlo, Bill Viola, Arnold Schönberg, Henri Matisse, Julian Schnabel, James Lee Byars, Yves Klein und Carsten Nicolai wurden in großen Einzelausstellungen vorgestellt.
Das Ausstellungsprogramm der Schirn präsentiert Aspekte wichtiger künstlerischer Œuvres oder Gesamtentwicklungen aus einer zeitgenössischen Position sowie brisante Themen der heutigen Gesellschaft.
Schirn Kunsthalle, Römerberg
D-60311 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 29 98 82-0 Fax: (069) 29 98 82-240
Öffnungszeiten:
Di + Fr - So 10-19 Uhr, Mi + Do 10-22 Uhr,
Montag Ruhetag
Internet: schirn-kunsthalle.de
Ausstellungskalender 2010
"Art after work"
Eine exklusive Themenführung zur jeweils aktuellen Ausstellung mit einem anschließenden Aperitif findet jeden dritten Donnerstag im Monat unter dem Motto ‚Art after work’ statt.
Das Ticket inkl. Führung und Aperitif kostet 15 Euro. Anmeldung erforderlich: fuehrungen@schirn.de bzw. 069-299882-240
Aktuelle Ausstellungen:
Zelluloid - Film ohne Kamera (02.06. - 29.08.2010)
Mit "Zelluloid" rückt die Schirn Kunsthalle Frankfurt ein besonderes Genre des künstlerischen Films in den Blick, bei dem das Bild direkt - durch physische Bearbeitung des Filmstreifens - hervorgebracht wird.
Im Unterschied zu anderen Formen des experimentellen Films wird das Filmmaterial aus seinem technisch-apparativen Verwendungszusammenhang gelöst und unter Anwendung vielfältiger künstlerischer Verfahren gleichsam als Leinwand interpretiert: durch Malerei, Zeichnung, Collage auf Zelluloid, Ritzen und Kratzen in der Bildemulsion, chemische Verfremdung oder die direkte Belichtung des fotoempfindlichen Bildträgers.
So entstanden bereits mit den Anfängen der filmischen Avantgarde Werke, die das Medium Film auch in seiner materiellen Beschaffenheit erforschen und zugleich in immer neuen Ansätzen sein Verhältnis zur bildenden Kunst, aber auch zur Musik ausloten.
In einem offenen Parcours präsentiert die Ausstellung herausragende Beispiele des "Films ohne Kamera" und bietet anhand von Werken rund 20 internationaler Künstler und Filmemacher wie Stan Brakhage, Tony Conrad, Cécile Fontaine, Len Lye, Aldo Tambellini oder Jennifer West ein Panorama von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart.
Peter Kogler - Projektion (01.07. - 12.09.2010)
Der österreichische Multimediakünstler Peter Kogler gilt als Pionier computergenerierter Kunst.
Mit einer beeindruckenden 360-Grad-Multi-projektion schafft der zweifache documenta-Teilnehmer in der Schirn mittels 12 Projektoren einen illusionistischen Raum, der den Betrachter gänzlich vereinnahmt.
Linien eines gleichmäßigen Gitternetzes verlieren ihre festen Koordinaten und dehnen sich zu einem Formenspiel amorpher Figuren aus. Alle projizierten Elemente befinden sich in einer permanenten Transformation ihrer spezifischen Struktur und bringen den Raum visuell zum Schwingen.
Der Betrachter wähnt sich inmitten einer Superstruktur, die den Raum, in dem er steht, in seiner bisherigen Form durch systematische Impulse auflöst: Er verliert den Boden unter den Füßen.
Mike Bouchet - Neues Wohnen (01.07. - 12.09.2010)
Der in Frankfurt lebende Amerikaner Mike Bouchet hinterfragt mit seinen Arbeiten gesellschaftliche Prozesse und bedient sich dazu unterschiedlichster Medien wie Skulptur, Installation, Gemälde und Film.
Einen Schwerpunkt bilden Fragen der Urbanität und des Konsums.
Das für US-amerikanische Vorstädte typische Eigenheim symbolisiert für Bouchet den Traum von Eigenständigkeit und Individualität – eine Art kommerzielle Illusion.
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