Das Museum für Moderne Kunst (MMK), von den Frankfurtern wegen seiner Dreieckform "Tortenstück" genannt, ist das jüngste Frankfurter Museum. Es wurde im Juni 1991 eröffnet.
Dem Wiener Architekten Hans Hollein ist es gelungen, auf dem dreieckigen Grundstück, das Bauwerk räumlich derart intelligent zu gliedern, daß ein Gang durch das Museum zu einem besonderen Erlebnis wird.
Die Folge von Verbindungen, Übergängen und Durchblicken zwischen den Ausstellungsräumen, das Verhältnis der einzelnen Räume zueinander, sowie die optimale Lichtführung ist schon außergewöhnlich.
Das Raumerlebnis der rund vierzig Räume, die alle individuell gestaltet sind, begeistert nachweislich das Publikum.
Das MMK ist jedoch nicht nur architektonisch sehenswert, sondern auch die Exponate können sich sehen lassen.
Der Schwerpunkt der ständigen Sammlung liegt bei der Pop-Art, aber auch Elemente der Objektkunst, des Konzeptualismus und Rauminstallationen werden gezeigt.
Museum für Moderne Kunst (MMK)
Domstraße 10,
60311 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 212-30447 Fax: (069) 212-37882
Öffnungszeiten:
Di., Do., Fr. + So. 10 bis 18 Uhr
mittwochs 10 bis 20 Uhr
montags geschlossen
Radical Conceptual (19.02. - 22.08.2010)
Die zweite Sammlungspräsentation des MMK, die an die Auswahl von Meisterwerken der Pop-Art und des Minimalismus anschließt, konzentriert sich auf Werke der amerikanischen und europäischen Konzeptkunst von 1966 bis heute.
Zu den prominentesten Neuerwerbungen zählt das raumbezogene Werk »...rinsed with mercury...« des britischen Künstlers Cerith Wyn Evans aus dem Jahr 2009, das eines der Gedichtes von James Merrill (1926-1995) in einem 25 Meter langen Band aus Neonbuchstaben erleuchten lässt.
Das MMK schlägt damit eine Brücke über mehr als 40 Jahre internationaler, konzeptueller Kunst in ihren zahlreichen Facetten.
Cyprien Gaillard (04.09. - 24.10.2010)
Der 1980 geborene französische Künstler Cyprien Gaillard wird im Herbst das MMK Zollamt bespielen.
In unmittelbarer Nachbarschaft wird zurzeit der Komplex des ehemaligen Technischen Rathauses abgerissen, das 1972-74 errichtet wurde.
Zu Gaillards Themen gehören Bebauung, Zerstörung, Abriss und Bewahren. Daher wird der Abriss des Gebäudes neben dem MMK Zollamt durch eine darauf bezogene neue Arbeit des Künstlers Teil der Ausstellung sein.