Das Liebieghaus wurde im Jahre 1909 eröffnet. Es ist in der im Jahr 1896 von dem Münchner Architekten Romeis errichteten Villa des böhmischen Textilfabrikanten Baron Heinrich von Liebieg untergebracht.
Der Baron übertrug sein Haus der Stadt Frankfurt zu einem Vorzugspreis unter der Bedingung, daß darin ein Kunstmuseum einzurichten sei.
Grundstock der Sammlung bildete zunächst die aus verschiedenen Frankfurter Sammlungen stammenden Plastiken, die durch Stiftungen und Erwerbungen der Stadt ergänzt wurden.
Georg Swarzenski, ab 1905 Direktor des Städelschen Kunstinstituts und Gründungsdirektor des Liebieghauses, gelang es innerhalb weniger Jahren eine Sammlung von mehr als 350 Skulpturen aufzubauen, die sowohl antike als auch mittelalterliche und barocke Bildwerke enthielt.
1990 wurde ein zweiter, der Antike gewidmeter Flügel eröffnet, und damit die Ausstellungsfläche auf 2.000 qm erhöht.
Heute gehört das Museum international zu den wichtigsten Skulpturenmuseen.
2000 Werke präsentieren 4400 Jahre Bildhauerkunst: Vom Alten Ägypten über die griechische und römische Antike, das Mittelalter und die Renaissance bis zu Meisterwerken des Barock und Klassizismus.
Das Liebieghaus, am Ende des Museumsufers gelegen, ist ein Juwel in der bedeutenden Museenlandschaft der Mainmetropole.
Es begeistert auch durch den idyllischen Garten - einer Oase der Ruhe und Besinnlichkeit.
Ein Geheimtip ist das lauschig im Innenhof gelegene Café im Liebieghaus.
In den Sommermonaten organisiert das Café im Liegbieghaus eine Konzertreihe mit Frankfurter Ensembles für Alte Musik, Jazz und Ethno.
Café im Liebieghaus, Schaumainkai 71
Frankfurt am Main - Tel.: 069-635814
Zur Zeit finden keine aktuellen Ausstellungen statt.
Hinweis: Bis zum 12. April 2010 sind die Bereiche Renaissance bis Rokoko und die Studioli aufgrund des Abbaus der Jean-Antoine-Houdon-Ausstellung sowie der Neuinstallation der Sammlung in der Villa, nicht zugänglich.