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 Heinz Rühmann, Schauspieler - Ein Porträtzurück 

Heinz Rühmann Ausstellung - Ein Freund, ein guter Freund Heinz Rühmann (1902-1994)

Der am 7. März 1902 in Essen geborene Heinz Rühmann entdeckt seine Liebe zum Theater als Gymnasiast in München. 1919 geht er ohne Abitur von der Schule ab und nimmt Unterricht bei dem Hofschauspieler Friedrich Basil.

1920 in Breslau erste Nebenrollen in den Theaterstücken von Gerhart Hauptmann und Frank Wedekind. 1921/22 spielt er zusammen mit Theo Lingen am Residenztheater Hannover. 1923 Wechsel ans Schauspielhaus München.

1924 heiratet Rühmann die Schauspielerin Maria Herbot.

1925 wechselt er an die Münchner Kammerspiele, wo er als Komödiant als der „Mustergatte“
in der Komödie von Avery Hopwood erste Theatererfolge feiert.

1926 Filmdebüt in dem Stummfilm "Das deutsche Mutterherz". Ab 1927 erhält Rühmann in Berlin bei Max Reinhardt größere Rollen, u.a. spielt er mit Marlene Dietrich.

1930 macht Rühmann den Flugschein und kauft sich ein Flugzeug. Mit einem der ersten deutschen Tonfilme, "Die drei von der Tankstelle", wird Rühmann über Nacht zum Filmstar.

Neben Hans Albers avenciert er zum beliebtesten und bestbezahlten deutschen Filmschauspieler. In zahlreichen Komödien und Tragikomödien verkörpert er meist den Idealtyp des Kleinbürgers, mit dem sich die Mehrzahl der Deutschen identifizieren konnten.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 versucht sich Rühmann mit dem NS-Regime zu arrangieren.

1938 Scheidung von seiner jüdischen Frau Maria Bernheim. Die Trennung erfolgt in beiderseitigem Einvernehmen. Rühmann wird in die Reichsfilmkammer aufgenommen. Im gleichen Jahr Regiedebüt mit dem Film "Lauter Lügen". In der Hauptrolle ist Hertha Feiler zu sehen, die er im Juli 1939 heiratet. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor.

Im Frühjahr 1941 wird Rühmann als Pilot in die Wehrmacht eingezogen. Seine Aufgabe besteht aber weiterhin, die Bevölkerung mit Filmen wie "Quax, der Bruchpilot" zu unterhalten und vom Kriegsalltag abzulenken.

Im August 1945 geht Rühmann mit dem Stück "Der Mustergatte" auf Theatertournee durch Deutschland. 1947 gründet er die Filmgesellschaft "Comedia". Produktionen wie "Der Herr vom anderen Stern" oder "Berliner Ballade" sind allesamt Flops. 1951 muß die "Comedia" Konkurs anmelden. Rühmann hat Millionenschulden. Mit dem Film "Keine Angst vor großen Tieren" schafft er 1953 sein Comeback als Schauspieler.

1956 spielt Rühmann den Schuster Wilhelm Voigt in dem Kinofilm "Der Hauptmann von Köpenick". Für diese Rolle wird er mit dem Preis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet.

Heinz Rühmann - großer Deutscher Schauspieler In den Münchner Kammerspielen überzeugt Rühmann 1957 in dem Stück "Warten auf Godot" von Samuel Beckett.

In den Filmen "Es geschah am helllichten Tage", "Der brave Soldat Schwejk" und "Dr. med. Hiob Prätorius" überzeugt Rühmann in anspruchsvollen Rollen.

1962 erhält Rühmann den ersten von insgesamt zwölf „Goldenen Bambis“. An der Seite von Vivien Leigh dreht Rühmann 1965 mit "Das Narrenschiff" seinen einzigen Hollywood-Film.

1966 wird ihm das "Große Bundesverdienstkreuzes" verliehen. Mit dem Stück "Tod eines Handlungsreisenden" von Arthur Miller beginnt 1968 Rühmanns Fernsehlaufbahn.

Heinz Rühmann - Autobiographie - jetzt bestellen 1970 stirbt seine zweite Frau Hertha Feiler. 1972 erhält er den Bundesfilmpreis. 1974 heiratet er Hertha Droemer.

1980 tritt Rühmann an der Seite des russischen Clowns Oleg Popov im Zirkus Krone auf. Mit diesem Auftritt ging für ihn ein Lebenstraum in Erfüllung.

1982 erscheint seine Autobiographie "Das war's".

1993 spielt er seine letzte Kinorolle in dem Film "In weiter Ferne, so nah" von Wim Wenders.

Am 3. Oktober 1994 stirbt Rühmann in Aufkirchen am Starnberger See.
 
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