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Arthur Schopenhauer und Frankfurt |
Die Mainmetropole feiert den großen Philosophen. Anläßlich seines 150. Todestages wird im Herbst im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster die Ausstellung "Was die Welt bewegt - Arthur Schopenhauer in Frankfurt" zu sehen sein. Die Schau wird am 21.09.2010, dem Todestag Schopenhauers, eröffnet.
Schopenhauer und Frankfurt
Schopenhauer lebte fast 30 Jahre in Frankfurt. Der Philosoph verfaßte hier bedeutende Schriften, wie "Über den Willen in der Natur" (1836), "Über die Freiheit des menschlichen Willens" (1839 ) und vor allem die "Parerga und Paralipomena" (1851), die maßgeblich zu seinem Ruhm beitrug.
Wie bei Goethe hatten die Frankfurter allerdings ein ambivalentes Verhältnis zu Schopenhauer. Er galt als Sonderling und Frauenfeind. Seine Lehren wurden von den Leuten kaum beachtet.
Anders als Goethe, der bekanntlich Weimar seiner Geburtsstadt vorzog, blieb Schopenhauer trotz vieler Widrigkeiten, die in häufigen Umzügen münzten, seiner Wahlheimat bis zum Tode treu.
Schopenhauer der Philosoph
Arthur Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Ethik, Metaphysik und Ästhetik umfaßt.
Er sah sich selbst als Nachfolger Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffaßte.
Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und Vorstellungen östlicher Philosophien.
Innerhalb der Philosophie des 19. Jhds. entwickelte er eine eigene Position des Subjektiven Idealismus.
Kurzbiografie
Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war Philosoph, Autor und Hochschullehrer.
Er entstammte einer patrizischen Kaufmannsfamilie. Die ungeliebte Kaufmannslehre in Hamburg brach er nach dem Tod des Vaters (1805) ab und übersiedelte zur Mutter nach Weimar.
Seit 1809 studierte er in Göttingen Naturwissenschaften, ab 1811 in Berlin Philosophie. Nach der Dissertation 1813, einer kurzen Zusammenarbeit mit Goethe über die Farbenlehre und dem Zerwürfnis mit Mutter und Schwester zog er nach Dresden.
Nach zwei Italienreisen (1819 und 1822) bewarb er sich erneut um eine Dozentur an der Berliner Universität, die aber an mangelndem Interesse scheiterte.
1831 floh er vor einer Choleraepidemie nach Frankfurt am Main.
In Frankfurt lebte er dank eines Erbes finanziell unabhängig aber zurückgezogen als Privatgelehrter und Junggeselle bis zu seinem Tode.
Am 26. September wurde er auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.
Seine wichtigsten Werke:
1819 - Die Welt als Wille und Vorstellung
1836 - Über den Willen in der Natur
1839 - Über die Freiheit des menschlichen Willens
1840 - Über das Fundament der Moral
1851 - Pererga und Paralipomena
Weiterführende Links
-> Werke von Arthur Schopenhauer im Projekt Gutenberg
-> Homepage der Schopenhauer-Gesellschaft e.V.
-> Schopenhauer in Frankfurt - Artikel im Blog der Frankfurter Rundschau
-> Bei amazon.de finden Sie alle Werke Schopenhauers.
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