Der Bembel (s. Bild) ist dickbauchig und aus Steingut. Er hat einen Salzglasurüberzug mit blauem Muster und einer grauen Grundfarbe.
Die Herkunft des Namens ist nicht gesichert. Der bauchige Bembel wird 1893 erstmals schriftlich erwähnt.
Das Material ist hochwertiger Ton aus dem Kannebäckerland im Westerwald, der bei 1200 Grad gebrannt wird.
Die Glasur stammt vom Kochsalz, das am Ende des Brennvorgangs in den Brennofen gegeben wird.
Schon Friedrich Stoltze, Frankfurts großer Mundartdichter, reimte über den Bembel:
„Ich glaab, ich bin von Staa un hab mehr Bauch als Baa - un doch bin ich en arme Tropp denn, ach, ich hab e Loch im Kopp!"
Da im Bembel der Apfelwein auch über längere Zeit schön kühl bleibt, ordert man in der Apfelweinwirtschaft statt einzelner Gläser einen Bembel.
Diese werden nach ihrem Fassungsvermögen in Gläsern benannt. Passen bspw. 9 Gläser in den Bembel, spricht man von einem 9'er.
Der Faulenzer
Das eiserne Gestell, in dem die größeren Bembel (ab 3 Liter) für den Ausschank gestellt werden, nennt man „Faulenzer".
Früher war er aus Holz und quietschte entsprechend, wenn er bewegt wurde.
Der Volksmund sagte deshalb: „Der ächzt, wenn er schaffen muß wie ein Faulenzer".
Durch seinen speziellen Kippmechanismus erleichtert der „Faulenzer" das Einschenken der Gläser, da man den schweren Bembel nicht anheben muß, was nach einem längerem Gelage auch nicht jeder mehr bewältigt.
Selbstverständlich lassen sich die Utensilien der „Frankfurter Apfelweinkultur", bspw. über den Shop der Kelterei Possmann, auch käuflich erweben.